Gedanken zum Tag gegen Lärm

 „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“. Geräusche gehören zu jeder Umgebung. Sie wahrzunehmen ist für den Menschen existenziell wichtig. Damit orientieren wir uns, damit verständigen wir uns. Wir erzeugen auch ständig selbst Geräusche – gewollt und ungewollt.

Als Lärm bezeichnet man störende Geräusche. Geräusche, die für uns eigentlich keine Bedeutung haben, aber vom Gehirn nicht ausgefiltert werden, weil sie potenziell bedeutsam sein können. Das Wort „Lärm“ kommt von „Alarm“, Lärm setzt uns sozusagen in Alarmbereitschaft. Der Körper stellt sich unbewusst darauf ein, dass das Geräusch gefährlich sein könnte. Daher ist Lärm mit Stress verbunden, der – wenn wir nicht entsprechende Erholungsphasen bekommen – krank machen kann.

Das Ohr schläft nie!

Übrigens: Entgegen der langläufigen Meinung kann sich der Mensch nicht an Lärm gewöhnen. Lärm lenkt uns ab und schwächt die Konzentration, selbst wenn wir es nicht merken. Nachts schrecken wir auf. Während die Augen nachts geschlossen sind und auch der Geruchsinn sich nachts abschaltet, bleibt das Ohr die gesamte Nacht empfangsbereit. Sonst würde der Wecker morgens ja nicht funktionieren. Aber selbst wenn wir von einem Geräusch nicht bewusst wach werden, verändert sich das Schlafverhalten (Blutdruck, Herzfrequenz etc.) und verkürzt die Tiefschlafphasen. Das reduziert die Erholungswirkung des Schlafes und hat auf Dauer erhebliche gesundheitliche Auswirkungen.

Daher wurde der „Tag gegen Lärm“ ausgerufen, der in Deutschland seit 1998 regelmäßig am letzten Mittwoch im April stattfindet. Die Aktion soll die Bevölkerung sensibilisieren, sich mit dem Thema Lärm intensiver auseinander zu setzen. Die Aktion soll auch zum Nachdenken anregen, wie man Lärm selbst vermeiden kann. Denn: Wir leiden nicht nur unter Lärm, wir sind selbst Lärmverursacher, zum Beispiel als Nutzer eines Kraftfahrzeuges aber auch als Konsument, denn die von uns gekauften Waren werden meist von Lkws transportiert. Wirtschaftswachstum und Globalisierung – die Entfernungen werden immer größer und Zulieferungen immer kleinteiliger – führt zu immer mehr Verkehr.

Auch die Bahn hat sich lange Zeit nicht um den Lärm ihrer Schienen-Fahr­zeuge gekümmert. Sie hat für sich sogar einen „Schienenbonus“ von 5 dB(A) für sich in Anspruch genommen, weil behauptet wurde, dass Schienenver­kehrslärm weniger störend sei.

Inzwischen werden moderne Eisenbahnwagons ebenso wie Lkw und Pkw so gebaut, dass sie weniger Lärm produzieren, oder es gibt sogar Verkehrsbeschränkungen – das nennt man „aktiven“ Lärmschutz, und es werden an vielbefahrenen Straßen und Eisenbahnlinien Lärmschutzwände oder sogar komplette sogenannte Einhausungen (Tunnel) gebaut („passiver“ Lärmschutz).

Beim Fluglärm bemühen sich die Hersteller zwar auch um leisere Triebwerke, aber Lärmschutzwände oder Einhausungen funktionieren nicht: Der Lärm kommt ja von oben. Das stresst den menschlichen Körper übrigens noch mehr, weil es für ihn schwerer ist, den Lärm zu orten. Und er tritt zum Teil plötzlich auf oder ist bei einem Überflug zumindest sehr unterschiedlich laut, während eine Straße ein relativ gleichmäßiges Rauschen bedeutet. Daher ist bei Fluglärm in den betroffenen Gebieten an Schlaf kaum zu denken, jedenfalls solange man nicht hinter lärmschutzgedämmten, geschlossenen Fenstern schlafen kann oder will.

Am Flughafen Düsseldorf endet der reguläre Flugbetrieb um 23 Uhr, verspätete Flugzeuge dürfen aber bis 24 Uhr und ab 5 Uhr wieder landen, bevor um 6 Uhr der reguläre Betrieb wieder beginnt. Es bleibt also eine echte Nachtruhe von teilweise nur 5 Stunden. Für Anwohner unter dem Landeanflug liegt die lauteste Stunde derzeit zwischen 22 und 23 Uhr, also in der Nachtzeit. Wie sollen insbesondere Kinder da genügend Schlaf bekommen? Eigentlich ein Skandal, den aber niemand wirklich hören will. Nicht umsonst hat die Bürgerinitiative Bürger gegen Fluglärm die Aktion gestartet: „Um 22 Uhr muss Schluss sein!“ Die Bürgerinitiative ist nicht grundsätzlich gegen das Flie­gen, jedoch sollten die Nutzer auch Verständnis für die Betroffenen haben.

Ein Biergarten ist eine schöne Einrichtung, man trifft sich mit Freunden, redet, lacht. Jedoch möchten Anwohner nicht täglich mitfeiern. Daher werden Wirte von Biergärten in Wohngebieten dazu verpflichtet, ab 22 Uhr für Ruhe zu sorgen. Warum gilt das nicht für einen Flughafen?

Weitere Informationen: www.bgf-ev.de und www.tag-gegen-laerm.de

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