Programm zur Fahrbahn-Sanierung lief nach Plan

Ratingen. Schöne glatte Straßen, ultraschnelles Internet, umweltschonende Fernwärme – das alles sieht wohl jeder gern in seiner Stadt. Doch eine gute Infrastruktur muss gebaut und instandgehalten werden, und das bedeutet: Baustellen. Auch 2019 gab es in Ratingen davon nicht wenige, nicht zuletzt, weil die Stadt ein ehrgeiziges Programm zur Sanierung von Fahrbahndecken abgearbeitet hat. Dabei hat das städtische Tiefbauamt erstmals unter Vollsperrung fräsen und asphaltieren lassen. Das neue Konzept hat sich unter dem Strich sehr gut bewährt.

Der Hauptvorteil dieser Methode: Die Bauarbeiter können ihr Werk weitgehend ungestört verrichten. Das geht deutlich schneller als unter Verkehr mit Inselbaustellen, die alle separat abzusichern sind. Die sichtbare Folge: Alle 21 Straßen des Sanierungsprogramms 2019 konnten weitgehend pünktlich fertiggestellt werden, als letzte die Kreuzstraße. Selbst Hauptverkehrsadern wie die Homberger Straße oder der Freiligrathring waren in der Regel nach einer oder zwei Wochen fertig. Nur bei einzelnen Maßnahmen gab es punktuelle Verzögerungen von wenigen Tagen wegen schlechten Wetters oder unvorhergesehenen Mehraufwands.

Auf der Gegenseite bedeutet eine Vollsperrung aber natürlich auch einen stärkeren Eingriff in den Verkehr. Vor allem Anwohner mussten sich auf die Situation einstellen. „Wir haben uns aber bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und in Härtefällen auf die Belange der Betroffenen dezidiert einzugehen“, sagt Tiefbauamtsleiter Ekkehard Deußen. So waren die Vollsperrungen für Anlieger in der Regel zwischen 17 und 7 Uhr aufgehoben, so dass diese ihre Häuser abends mit dem Auto erreichen konnten. „Die Resonanz war überwiegend positiv“, sagt Deußen. „Trotzdem kann man trotz noch so guter Vorbereitung nicht immer alle Einzelprobleme voraussehen. In solchen Fällen haben wir aber meistens eine befriedigende Lösung gefunden.“

Bürgermeister Klaus Pesch, der die Baustellen in Ratingen stets mit wachsamem Blick beobachtet, äußert sich sehr zufrieden: „Baustellen nerven, also sollten sie so schnell wie möglich abgeräumt werden. Das haben wir durch die Vollsperrungen erreicht. Ein herzliches Dankeschön gebührt den Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld, der ausführenden Baufirma für ihre gute Arbeit und ihre Flexibilität sowie den Mitarbeitern des Tiefbauamtes für das gute und bürgernahe Management der Baustellen.“

Übrigens: Aktuelle Informationen zu Ratinger Baustellen, die in nennenswertem Ausmaß den Verkehr beeinträchtigen, gibt es stets auf der Homepage der Stadt (www.ratingen.de, linke Spalte unter „Baustellen-Info“). Diese Übersicht enthält die von der Stadt eingerichteten Baustellen sowie die Maßnahmen anderer Träger, sofern sie von diesen eingestellt bzw. gemeldet werden.

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