Wasservögel Grüner See nicht mit Brot füttern

Im Bezirksausschuss West am 04.03.2020 wendet sich das grüne Ausschussmitglied Hubert Vonnahme mit einem Antrag in Sachen Wasservögel am Grünen See an die Verwaltung.

„Ich möchte erreichen,“ so Hubert Vonnahme, „dass die Verwaltung am Nordufer des Grünen Sees Hinweistafeln anbringt, die auf ökologische Probleme und die Schäden der Fütterung von Wasservögeln mit Brot etc. hinweisen.“

Foto: Jürgen Hillebrand

Zur Situation führt Hubert Vonnahme aus; gerade am Nordufer des Grünen Sees halten sich ganzjährig größere Mengen an Wasservögeln (vor allem Stockenten und Kanadagänse) auf. Der Besatz mit diesen Vögeln ist weitaus größer als dieses Gewässer bzw. der Uferbereich des Grünen Sees aus gewässerökologischer Sicht verkraften kann.
Durch die große Dichte der Vögel kommt es auch immer wieder zu aggressiven Auseinandersetzungen zwischen den Tieren einzelner Vogelarten.
Im Uferbereich am Nordufer des Grünen Sees sammeln sich große Mengen an Kot an, die zu einer erheblichen Wasserverschmutzung des Gewässers beitragen. Dadurch wird das Algenwachstum besonders in den Sommermonaten stark angeregt (Algenblüte). Werden diese Algen dann nach dem Absterben zersetzt, führt dies zu verstärktem Sauerstoffverbrauch. „Der See kippt um,“ so Hubert Vonnahme weiter, „unter dem starken Sauerstoffmangel leiden dann vor allem Fische.“ Zudem würden die Besucher des Erholungsparks, die auf den Wiesen am Nordufer Picknick machen, durch den Vogelkot erheblich beeinträchtigt.

Die große Dichte an Wasservögeln ist jedoch nur am Nordufer des Grünen Sees zu beobachten, was offensichtlich damit zusammenhängt, dass die Tiere dort am Nordufer, unweit des Zugangs aus Ratingen-West bzw. des Parkplatzes immer wieder von Besuchern des Erholungsparks mit großen Mengen an Brot etc. angefüttert werden.

Die Grünen erhoffen sich von einer informierenden Beschilderung, dass zumindest ein großer Teil der Besucher, die die Tiere füttern, von ihrem – zwar gut gemeinten – aber ökologisch nachteiligen Tun abgehalten werden. Die Fraktion der Ratinger Grünen verweist auf Tafeln, die z.B. die Stadt Moers an ihren Gewässern aufstellte.

„Es war auch für mich ein Lernprozess,“ sagt Hubert Vonnahme abschließend, „habe ich doch selber gerne Enten gefüttert, weiß aber nun, wie schädlich das für die Tiere ist.“

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