Ratingen. Die Stadt Ratingen wird den kommunalen Ordnungsdienst (KOD) deutlich ausbauen. Der Rat der Stadt beschloss auf Vorschlag des Bürgermeisters, 15,5 neue Stellen für den KOD einzurichten und damit den Personalbestand annähernd zu verdoppeln. „Mit der deutlichen Stärkung des KOD machen wir Nägel mit Köpfen und schaffen eine solide Grundlage, um die Sicherheit und die Ordnung in unserer Stadt zu verbessern“, sagt Bürgermeister Patrick Anders. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Lebensqualität in Ratingen weiter zu erhöhen, denn Lebensqualität bemisst sich in erheblichem Maße danach, ob man sich in seinem Umfeld wohlfühlt.“
Welche konkreten Ziele verfolgt die Stadt mit dieser tiefgreifenden Maßnahme? „Durch mehr Präsenz auf den Straßen wollen wir erreichen, dass sich die Menschen sicherer fühlen“, erläutert Ordnungsdezernent Harald Filip. „Dabei werden wir unsere bewährte Ordnungspartnerschaft mit der Polizei weiter intensivieren. Unsere Kräfte sind für die Bürgerinnen und Bürger niederschwellig ansprechbar, sie wirken präventiv, setzen aber auch Recht und Ordnung durch. Wir versprechen uns eine nachhaltige Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit im gesamten Stadtgebiet.“
Die größere Personalstärke ermöglicht die Einführung eines Dreischicht-Systems, und das bedeutet, dass der KOD künftig regelmäßig bis in die Nachtstunden aktiv ist. Nicht rund um die Uhr, aber unabhängig von der Jahreszeit täglich bis nach 1 Uhr, freitags, samstags und vor Feiertagen sogar bis nach 2 Uhr.
Ein Schwerpunkt wird in Ratingen-West liegen, wo der KOD ständig präsent sein wird. „Ratingen-West ist in vielerlei Hinsicht ein gut konzipierter und lebenswerter Stadtteil“, sagt Bürgermeister Anders. „Aber er ist auch dicht bebaut und sozial sehr vielfältig. Das bringt Herausforderungen mit sich, denen wir uns konsequent stellen wollen.“ Eine KOD-Doppelstreife soll deshalb dauerhaft in Ratingen-West unterwegs sein.
Darüber hinaus wird es eine Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger mit regelmäßigen Öffnungszeiten im Stadtteilbüro Ratingen-West geben. „Wir sehen diese Anlaufstelle als Baustein eines ganzheitlichen Quartiersmanagements“, sagt Bürgermeister Anders. „Wir wollen jederzeit ansprechbar sein für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils, wenn diese etwas auf dem Herzen haben.“ Ihre Hinweise, Beschwerden und Beobachtungen werden aufgenommen und an die zuständigen Stellen weitergeleitet.
Diese Anlaufstelle an der Erfurter Straße 33a wird als erster Baustein des Gesamtkonzepts vorgezogen und kurzfristig eingerichtet. Hans-Peter Krug ist dort montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr zu sprechen.
Zugleich ist allen Beteiligten bewusst, dass der weitere Ausbau des KOD – insbesondere die deutlich verstärkte sichtbare Präsenz im Außendienst – erst im Zuge der laufenden organisatorischen Weiterentwicklung und der Personalaufstockung vollständig umgesetzt werden kann. Der Startschuss für den KOD-Ausbau ist mit dem Beschluss des Rates gefallen, aber es wird noch ein paar Monate dauern, bis das Konzept voll umgesetzt werden kann. Zunächst müssen die neu geschaffenen Stellen besetzt werden. Auch wird es ein hohes Maß an Weiterbildungsmaßnahmen geben müssen, denn die KOD-Kräfte werden künftig nicht nur zahlreicher sein, sondern auch besser ausgebildet.
Schließlich ist die Einrichtung einer KOD-Einsatzzentrale ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung. Diese wird nicht nur die Einsätze effektiver steuern, sondern auch als zentrale Ansprechstelle für Bürgerinnen und Bürger über eine einheitliche Rufnummer dienen. „Damit wird die Erreichbarkeit des KOD erheblich verbessert und die Kommunikation zwischen Verwaltung, Einsatzdienst und Öffentlichkeit deutlich vereinfacht“, sagt Harald Filip.
