Kreis Mettmann. Gute Nachrichten für die Menschen im Kreis Mettmann: Verkehrsminister Oliver Krischer hat an diesem Freitag die Maßnahmen für die Sanierungsoffensive des Landes im Straßenbau für 2026 vorgestellt. Darin enthalten sind erstmals auch die Projekte an Landesstraßen, die aus dem NRW-Plan für gute Infrastruktur mit dem Sondervermögen des Bundes finanziert werden.
Im Einzelnen heißt das: Es fließen 235 Millionen Euro aus Landesmitteln dieses Jahr in den Erhalt bestehender Landesstraßen, gerade auch der Brücken. Hinzu kommen 38,55 Millionen Euro für Erhalt und Neubau von Radwegen an Landesstraßen. Aus dem Sondervermögen fließen in 2026 insgesamt 60 Millionen Euro zusätzlich in Landesstraßenerhalt und Radwege. 171 Millionen Euro, davon knapp die Hälfte aus dem Sondervermögen, werden für Erhaltungsmaßnahmen an Bundesstraßen ausgegeben. Insgesamt sind das rund 500 Millionen Euro für bessere Straßen und Radwege in NRW.

Von den Rekordinvestitionen profitieren auch die Menschen und Unternehmen im Kreis Mettmann.
Im Mittelpunkt steht dabei ein lang erkämpftes Projekt: Die L 239 in Ratingen (Schwarzbachtal, zwischen A44 und A3) ist mit dem Radweg ins Landesprogramm 2026 aufgenommen worden. Die stark befahrene Straße verbindet Mettmann mit Ratingen und schafft die Anbindung an die A44 und den Flughafen Düsseldorf – ihr Abschnitt durch das Schwarzbachtal ist seit Jahren wegen schlechter Fahrbahn, geringer Fahrbahnbreite und enger Kurvenradien ein Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmenden. Geplant sind Fahrbahnsanierung und Radweg; beide Maßnahmen sollen 2027 umgesetzt werden. Der Grundstücksankauf läuft.
Im Programm 2026 sind darüber hinaus folgende Maßnahmen für den Kreis Mettmann enthalten: An der L 353 und L 402 in Langenfeld werden zwei Brücken über die DB-S-Bahn-Strecke ersetzt – finanziert aus dem Bundesinfrastruktur-Sondervermögen im Rahmen des NRW-Plans für gute Infrastruktur. Die L 427 in Velbert wird in zwei Abschnitten angegangen: Fahrbahnsanierung an der Schmalenhofer Straße sowie Ersatzneubau der Brücke „Deilbach“ in Velbert-Nierenhof. Außerdem steht die Sanierung des Tunnels an der L 107 in Velbert-Langenberg auf dem Programm.
„Mit der Aufnahme des Radwegs der L 239 in den Sanierungsplan des Landes ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Sanierung und Ausbau getan. Der jahrelange Einsatz für die Sanierung mit begleitendem Radweg hat sich gelohnt und läuft nun in die Zielgerade ein“, so Ina Besche-Krastl (Grüne), Landtagsabgeordnete für den Kreis Mettmann.
„Mit der Finanzierungszusage und der abgeschlossenen Planfeststellung kann die Arbeit an der Landesstraße zwischen Mettmann und Ratingen nun endlich beginnen. Vor allem zeigt sich, dass aus dem Sondervermögen für Infrastruktur endlich etwas vor Ort ankommt“, betont Jan Heinisch (CDU), MdL.
„Was lange währt, wird endlich gut. Jung und alt haben eine verkehrssichere Straße mit verkehrssicherem Radweg verdient. Wir drängen gemeinsam weiter bei den zuständigen Stellen auf einen zeitnahen Baubeginn“, so Martin Sträßer (CDU), MdL.
Auch in diesem Jahr setzt die Landesregierung bei Straßen auf eine klare Priorität: Erhalt vor Neubau. Ziel ist es, bestehende Straßen und Brücken schneller zu modernisieren und Schäden frühzeitig zu beheben.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen:
https://www.umwelt.nrw.de/sondervermoegen-beschleunigt-sanierungsoffensive-nordrhein-westfalen

