Ratingen. Das erste Halbjahr 2026 neigt sich für das Kleine Theater Nebenan seinem Ende entgegen – und die Bilanz fällt durchweg positiv aus. Mit einer stetig wachsenden Zahl von Zuschauerinnen und Zuschauern und einer spürbaren Begeisterung für das vielfältige Programm.
Das Publikum honorierte die Mischung aus anspruchsvollen Inszenierungen, professioneller Umsetzung und gesellschaftlich relevanten Stoffen. Die positive Resonanz zeigt, dass das Kleine Theater Nebenan seinem Anspruch gerecht wird, Theater nahbar, lebendig und zugleich künstlerisch anspruchsvoll zu gestalten.
„Wir freuen uns sehr über die Entwicklung der vergangenen Monate“, erklärt Theaterleiter Michael Schäfer. „Wenn einem Zuschauerinnen sagen, dass sie lieber zu uns als ins Düsseldorfer Schauspielhaus gehen, dann macht einen das schon ein bisschen stolz. Vor allem zeigt es die Verbundenheit des hiesigen Publikums zu unserer Art von Theater.“
So sind nicht nur die Besucherzahlen gestiegen, vor allem der Anteil des Stammpublikums steigerte sich. „Es gibt Zuschauerinnen und Zuschauer, die haben alle oder fast alle unsere Produktionen gesehen,“ führt Michael Schäfer weiter aus. „Das freut uns sehr und zeigt, dass wir ein durchgehend hohes Niveau in unseren Produktionen auf die Bühne bringen.“

Den Abschluss der Spielzeit vor der Sommerpause bilden zwei Werke des amerikanischen Dramatikers Arthur Miller, dessen Stücke bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Mit „Hexenjagd“ steht eines der eindringlichsten politischen Dramen des 20. Jahrhunderts auf dem Spielplan, das bereits in den letzten zwei Jahren das Publikum immer wieder atemlos gemacht hat. Millers Auseinandersetzung mit Angst, Denunziation und gesellschaftlicher Hysterie erzählt die historischen Hexenprozesse von Salem und wirft zugleich einen zeitlosen Blick auf Mechanismen von Ausgrenzung und Machtmissbrauch. Die Inszenierung im Kleinen Theater Nebenan zeigt eindrucksvoll, wie aktuell die Fragen des Stücks auch heute noch sind. Besonders das ungewöhnliche Bühnenkonzept ist es wert, sich diese Produktion anzuschauen.
Einen weiteren Höhepunkt bildet „Tod eines Handlungsreisenden“, das vielfach als Millers bedeutendstes Werk gilt. Die Geschichte des alternden Handelsvertreters Willy Loman berührt durch ihre menschliche Tiefe und ihre schonungslose Auseinandersetzung mit Träumen, Erwartungen und dem Preis gesellschaftlichen Erfolgs. Das Stück zählt zu den großen Klassikern des modernen Theaters und entfaltet in der Bearbeitung des Kleinen Theaters Nebenan eine besondere Nähe und Intensität.
Hexenjagd läuft am 25. und 26. Juni und Tod eines Handlungsreisenden vom 3. bis 5. Juli jeweils im Ev. Gemeindezentrum Ratingen-Hösel. Die genauen Infos gibt es wie immer unter www.kleine-theater-nebenan.de
Mit diesen beiden Meisterwerken verabschiedet sich das Theater in die Sommerpause – nicht ohne einen herzlichen Dank an sein Publikum auszusprechen. Die Unterstützung, die Treue und das wachsende Interesse der Besucherinnen und Besucher haben maßgeblich zu diesem erfolgreichen ersten Halbjahr beigetragen.
Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die zweite Jahreshälfte, in der das Kleine Theater Nebenan auch mit einer neuen Premiere aufwarten wird. „Freunde im Schrank“ wird eine wunderbar schwarze Komödie werden, die Anfang September Premiere haben wird.

