Evangelischer Kindergarten Hösel rüstet sich gegen die Hitze

Ratingen-Hösel. Zum Ende dieser Woche hat der Evangelische Kindergarten Hösel den größten Teil seines Hitzekonzepts umgesetzt. In den vier Gruppen des Kindergartens werden 86 Kinder betreut; ihre Gruppenräume sind nun alle mit Klimaanlagen ausgestattet. Für Schatten auf dem Außengelände sorgen Markisen, Sonnensegel und Sonnenschirme. Möglich wurde das durch die Kirchensteuerbeiträge der Gemeindeglieder und durch Spenden. Ein letzter Baustein, eine weitere Markise, ist bereits auf dem Weg und folgt in den kommenden Wochen.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Schon die vergangenen Wochen brachten eine erste Hitzewelle, und die Wettervorhersagen lassen auch für die kommende Woche hohe Temperaturen erwarten. Für einen Kindergarten ist das eine besondere Herausforderung. Kleine Kinder heizen schneller auf als Erwachsene und können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut ausgleichen. Schon die Jüngsten merken, wenn die Räume sich aufheizen, und die Hitze macht ihnen sichtbar zu schaffen.

Dabei hatte das Team längst vorgesorgt: Jeden Morgen vor sieben Uhr wurde gründlich durchgelüftet, bei Bedarf wurden die Fenster gegen die Sonneneinstrahlung abgedunkelt. Doch an heißen Tagen stieß auch das an seine Grenzen; irgendwann heizte sich das Gebäude trotzdem auf. Wie sehr es dann kühle Räume braucht, zeigte die Hitzewelle vor gut zwei Wochen. Damals konnten die Kinder nur in den frühen Morgenstunden draußen spielen; sobald die Temperaturen stiegen, blieben sie zur Sicherheit drinnen und wichen in die kühleren Räume des Gemeindehauses aus. Ein anderes Mal wurde kurzerhand im Altarraum der Kirche ein Picknick veranstaltet, weil das alte Gemäuer die Hitze zuverlässig draußen hielt. Solche Behelfslösungen sind nun nicht mehr nötig. Einen Kindergarten fit für heiße Tage zu machen, ist längst ein Thema, das die ganze Gesellschaft beschäftigt. Mit dem Einbau der letzten Klimaanlagen in dieser Woche sind alle vier Gruppenräume endlich gut gewappnet.

„An richtig heißen Tagen haben wir mit den Kindern bisher jedes kühle Fleckchen gesucht“, sagt Kindergartenleiterin Sonja Zickwolf-Krebs. „Jetzt können wir auch mittags drinnen zur Ruhe kommen, ohne dass die Kleinen schlappmachen. Das nimmt uns und den Familien eine echte Sorge ab.“

Die Kirchengemeinde misst der Betreuung ihrer Kleinsten hohen Wert bei. Zugleich verbessert die neue Ausstattung die Arbeitsbedingungen des Teams, dem heiße Tage ebenfalls viel abverlangen; als Arbeitgeberin liegt der Kirchengemeinde auch der Gesundheitsschutz ihres Personals am Herzen. „Uns sind hier Kinder anvertraut, und dafür tragen wir Verantwortung, bei jedem Wetter“, sagt die Presbyteriumsvorsitzende Christiane Nasser. „Kirchensteuermittel und Spenden in kühle, sichere Räume zu investieren, ist gut angelegtes Geld. Wir sind froh, dass wir rechtzeitig vor dem nächsten heißen Sommer so weit gekommen sind, für die Kinder und für unser Personal.“

Die Kirchengemeinde dankt allen, die mit ihren Spenden zur Umsetzung des Hitzekonzepts beigetragen haben.