Familienfreundliche Toilettenlösungen auf Spielplätzen prüfen

Ratingen. Spielplätze sind Orte, an denen Familien häufig mehrere Stunden verbringen. Gerade für Eltern mit Kleinkindern fehlt dort jedoch oftmals eine einfache Möglichkeit für einen kurzfristigen Toilettengang. Die CDU-Fraktion möchte deshalb prüfen lassen, ob auf Spielplätzen künftig niedrigschwellige und familienfreundliche Toilettenlösungen eingerichtet werden können.

In Gesprächen mit Eltern wurde der CDU-Fraktion immer wieder geschildert, dass in der Nähe von Spielplätzen häufig keine geeigneten Sanitärmöglichkeiten vorhanden sind. Die Folge seien improvisierte Lösungen, die weder hygienisch noch im Sinne einer attraktiven Aufenthaltsqualität seien. Andere Städte hätten hierfür bereits praktikable und vergleichsweise kostengünstige Ansätze entwickelt.

„Spielplätze sollen Orte sein, an denen Familien gerne Zeit verbringen. Dazu gehört auch, dass wir die alltäglichen Bedürfnisse von Eltern und Kindern mitdenken. Wenn andere Kommunen bereits gute Erfahrungen mit platzsparenden und hygienischen Toilettenlösungen gesammelt haben, sollten wir offen prüfen, ob ein solches Angebot auch für Ratingen sinnvoll sein kann“, erklärt Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion und Sprecher im Jugendhilfeausschuss.

Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung verschiedene familienfreundliche Lösungen – beispielsweise die sogenannte „Oilette“ – auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Darüber hinaus sollen geeignete Standorte identifiziert sowie die Möglichkeit eines Modellprojekts auf zwei bis drei Spielplätzen geprüft werden. Dabei sollen auch die Kosten für Anschaffung, Unterhaltung und Reinigung sowie die Erfahrungen aus einem möglichen Pilotbetrieb bewertet werden.

„Gerade Familien verbringen in den wärmeren Monaten oft viele Stunden auf unseren Spielplätzen. Eine einfache und praktikable Toilettenlösung würde den Aufenthalt für Eltern und Kinder deutlich erleichtern und gleichzeitig zu mehr Sauberkeit und Aufenthaltsqualität beitragen.

Uns ist dabei wichtig, dass bei der Prüfung insbesondere auch berücksichtigt wird, dass eine mögliche Toilettenlösung ausreichend Sichtschutz und Privatsphäre bietet und nicht gut einsehbar ist. Sollte sich eine geeignete und wirtschaftliche Lösung bewähren, kann perspektivisch auch eine schrittweise Ausweitung auf weitere Spielplätze in Betracht gezogen werden. Deshalb möchten wir zunächst prüfen, welche Lösungen sich für Ratingen eignen und wo ein Pilotprojekt sinnvoll umgesetzt werden könnte“, erklärt Lukas Rübbelke, Homberger Ratsmitglied.

Über den Antrag beraten zunächst der Jugendhilfeausschuss sowie anschließend der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz, Klimaanpassung und Mobilität.