Ratingen. Der diesjährige Sommer bringt auch in Ratingen außergewöhnliche Hitze und seit Monaten anhaltende Trockenheit mit sich. Angesichts der fortwährenden Belastung steigt der Wasserbedarf, während natürliche Ressourcen schwinden. Die Stadt Ratingen ruft daher zum sparsamen Umgang mit Wasser auf.
Aktuell ist im Kreisgebiet Mettmann per Allgemeinverfügung jegliche Entnahme von Wasser aus Bächen, natürlichen Seen und Teichen untersagt. Ausgenommen hiervon ist das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen. Denn die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Wasserständen, die nicht durch zusätzliche Entnahmen weiter belastet werden sollen. In vielen Kommunen gelten darüber hinaus weitere strikte Verbote – bei Nichteinhaltung drohen dort mitunter hohe Bußgelder.
Aktuell erfordert die Lage in Ratingen jedoch keine zusätzlichen Einschränkungen dieser Art. Dennoch ist ein sparsamer Umgang mit Wasser auch in Ratingen unverzichtbar. Die Stadtverwaltung geht voran und setzt auf verantwortungsvolles Handeln, transparente Informationen und praktische Tipps zum Wassersparen.
„Die Stadtverwaltung hat bereits damit begonnen, die Bewässerung einzelner Anlagen temporär umzustellen. Der Bolzplatz in der Grünanlage Fritz-Windisch-Straße wird beispielsweise zurzeit nicht weiter bewässert, um die Wasserreserven zu schonen“, so Umweltdezernent Prof. Dr. Bert Wagener. Er appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir müssen als Stadtgesellschaft sparsam mit Trinkwasser umgehen – für eine stabile Versorgung und eine gesunde Umwelt.“ Für den Zeitraum der ausgesetzten Bewässerung und fachgerechten Unterhaltung des Bolzplatzes bleibt dieser gesperrt.
Um die Wasserreserven nachhaltig zu schützen, ist die Mitwirkung aller Beteiligten erforderlich. Nennenswerte Wasserverbräuche fallen im Sommer besonders im Außenbereich an – durch Garten- und Poolbewässerung sowie durch Außenreinigung. Diese Bereiche sind zentrale Ansatzpunkte für einen verantwortungsvollen Umgang. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann jede und jeder dazu beitragen, Trinkwasser sparsam und verantwortungsvoll zu nutzen.
Die Stadt Ratingen hat die wichtigsten Tipps zum sparsamen Umgang mit Wasser zusammengestellt:
Die Nutzung von Trinkwasser zum Befüllen von privaten Pools und sonstigen Badebecken sollte möglichst reduziert oder vermieden werden. Zudem wird empfohlen, die Anlagen regelmäßig auf Leckagen zu überprüfen.
Auf die Gartenbewässerung sollte zwischen 10 und 19 Uhr möglichst verzichtet werden. Stattdessen empfiehlt sich die Bewässerung in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung verdunstet tagsüber viel Wasser, sodass es den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung steht. Ausgenommen ist eine wassersparende Tröpfchenbewässerung.
Rasenflächen sollten nur sparsam und bedarfsgerecht bewässert werden, da beim Rasensprengen große Wassermengen verbraucht werden.
Für die Gartenbewässerung sollte nach Möglichkeit Regenwasser anstelle von Trinkwasser genutzt werden. Dieses kann beispielsweise in einer Regentonne oder einer Zisterne gesammelt und anschließend verwendet werden.
Eine hitzeangepasste Gartengestaltung trägt ebenfalls zum Wassersparen bei. Eine Schicht Rindenmulch oder gehäckselter Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und reduziert die Verdunstung. Regelmäßiges Lockern des Bodens verbessert zudem die Wasseraufnahme. Auch trockenheitsverträgliche Pflanzen helfen, den Wasserbedarf zu senken.
Für die Reinigung von Gebäuden und Terrassen sollte nach Möglichkeit kein Trinkwasser verwendet werden.
Fahrzeuge sollten ausschließlich in gewerblichen Waschanlagen gereinigt werden.
Im Haushalt: Waschmaschine und Spülmaschine sollten erst dann eingeschaltet werden, wenn sie vollständig beladen sind. So lassen sich unnötige Waschgänge vermeiden.
Duschen statt Baden: Kurzes Duschen verbraucht deutlich weniger Wasser als ein Vollbad. Ein Sparduschkopf reduziert den Wasserverbrauch zusätzlich.
Bei Fragen zu den Themen steht das Grünflächen- und Umweltamt der Stadt Ratingen per E-Mail zur Verfügung: amt67@ratingen.de. Informationen zum Thema Klimaanpassung oder Hitzeschutz finden sich auf der Internetseite der Stadt Ratingen unter www.stadt-ratingen.de/klima sowie auf der kreisweiten Informationsplattform hitze.me.

