Ratingen. Die CDU-Fraktion setzt sich mit einem neuen Antrag dafür ein, die Einrichtung eines zweckgebundenen Jugendzeltplatzes auf dem Gelände des ehemaligen Eisenzeitlichen Gehöfts beziehungsweise in dessen unmittelbarem Umfeld im Erholungspark Volkardey zu prüfen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen künftig einen festen Ort für Zeltwochenenden, Ferienaktionen, Pfadfinderlager und naturpädagogische Angebote zur Verfügung zu stellen. Dabei soll ausdrücklich kein öffentlicher Campingplatz entstehen, sondern eine ausschließlich betreute Nutzung für die Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht werden.

Die Idee entstand nach der jüngsten Kinder- und Jugendveranstaltung am Grünen See. Dort wurde erneut deutlich, wie groß das Interesse junger Menschen an naturnahen Freizeitangeboten ist.
„Wir erleben immer wieder, wie gut naturnahe Angebote von Kindern und Jugendlichen angenommen werden. Mit einem Jugendzeltplatz schaffen wir einen Ort, an dem Gemeinschaft, Eigenverantwortung und Teamgeist gefördert werden können. Gleichzeitig stärken wir die wertvolle Arbeit der vielen Ehrenamtlichen und Jugendverbände in unserer Stadt“, erklärt Heike Waerder, sachkundige Bürgerin der CDU-Fraktion.
Als Standort schlägt die CDU das Gelände des ehemaligen Eisenzeitlichen Gehöfts beziehungsweise dessen unmittelbares Umfeld im Erholungspark Volkardey vor. Das Gehöft musste unlängst aus baulichen Gründen abgerissen werden. Die Lage im Erholungspark und das naturnahe Umfeld bieten aus Sicht der CDU jedoch weiterhin gute Voraussetzungen für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und könnten das bestehende Freizeitangebot rund um den Grünen See sinnvoll ergänzen. Aus Sicht der CDU ließe sich dort mit überschaubarem Aufwand ein attraktives Angebot schaffen, das den gesetzlichen Auftrag der Kinder- und Jugendarbeit sinnvoll ergänzt.
„Unsere Kinder- und Jugendarbeit lebt von Stadtjugendring, freien Trägern, Vereinen, Pfadfindergruppen, Kirchengemeinden und vielen Ehrenamtlichen. Wir möchten ihnen eine verlässliche Infrastruktur an die Hand geben, die neue Angebote ermöglicht und bestehende erleichtert. Mit einem zweckgebundenen Jugendzeltplatz können wir einen echten Mehrwert für die Jugendarbeit in Ratingen schaffen“, erläutert Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Der Antrag sieht deshalb vor, neben der grundsätzlichen Eignung des Standortes auch ein einfaches Nutzungs- und Vergabekonzept für die Akteure der Kinder- und Jugendarbeit sowie die notwendigen Rahmenbedingungen für einen sicheren und naturverträglichen Betrieb zu prüfen. Dazu gehören unter anderem Fragen der Aufsicht, des Brandschutzes, der Müllentsorgung, der Toilettennutzung, des Lärmschutzes und der Verkehrssicherung. Ebenso soll untersucht werden, ob zunächst ein niedrigschwelliger Probebetrieb für Wochenend- und Ferienangebote möglich ist.
„Ein solcher Jugendzeltplatz wäre weit mehr als eine Fläche zum Zelten. Er würde Begegnungen ermöglichen, das Miteinander stärken und jungen Menschen Raum geben, Verantwortung zu übernehmen und Natur bewusst zu erleben. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Ratingen ist das eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, ergänzt Sebastian Wladarz, Ratsmitglied der CDU-Fraktion für West und Sprecher im zuständigen Bezirksausschuss.

