Mehr Aufenthaltsqualität und ein öffentlicher Grillbereich

Ratingen. Der Bereich rund um die Grillhütte am Grünen See soll attraktiver, moderner und stärker für die Allgemeinheit nutzbar werden. Die SPD setzt sich dafür ein, dass die Verwaltung ein umfassendes Konzept zur Sanierung und Aufwertung der Grillhütte sowie des angrenzenden, nach dem Abriss des ehemaligen Eisenzeitlichen Gehöfts frei gewordenen Areals erarbeitet.

Neben der Sanierung der Grillhütte und einer zeitgemäßen Erneuerung der Sitzgelegenheiten soll auf dem angrenzenden Gelände ein frei zugänglicher öffentlicher Grill- und Aufenthaltsbereich entstehen. Vorgesehen sind öffentliche Grillstellen und zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Die Grillstellen sollen dabei so gestaltet werden, dass von ihnen keine Wald- oder sonstige Brandgefahr ausgeht.

„Der Grüne See ist für viele Menschen im Stadtteil West ein wichtiger Freizeit- und Begegnungsort. Wir wollen deshalb die vorhandenen Möglichkeiten verbessern und gleichzeitig neue Angebote schaffen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Christian Wiglow. „Nicht jeder hat einen eigenen Garten oder die Möglichkeit, mit Familie und Freunden im Freien zu grillen. Ein frei zugänglicher Grillbereich wäre deshalb eine echte Bereicherung für unseren Stadtteil.“

Auch die vorhandene Toilettenanlage soll künftig während der Nutzungszeiten des Freizeitgeländes öffentlich zugänglich sein – unabhängig davon, ob die Grillhütte angemietet wurde. Darüber hinaus sollen die derzeit durch Steine blockierten Parkmöglichkeiten vor dem Toilettenhaus wieder freigegeben werden. Rettungswege müssen dabei selbstverständlich jederzeit freigehalten werden. Auch eine Möglichkeit zum Be- und Entladen an der Grillhütte soll geschaffen beziehungsweise verbessert werden.

„Wir brauchen an dieser Stelle keine Luxuslösung, sondern eine robuste, pflegeleichte und alltagstaugliche Gestaltung, die von unterschiedlichen Menschen und Gruppen genutzt werden kann“, betont Ratsfrau aus West, Manuela Höbler. „Dazu gehören vernünftige Sitzmöglichkeiten, ausreichend Abfallbehälter – auch für Grillkohle – und eine Infrastruktur, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht.“

Bei der Entwicklung des Konzepts sollen ausdrücklich auch die regelmäßigen Nutzerinnen und Nutzer des Geländes einbezogen werden. Dazu gehören beispielsweise die Veranstalterinnen und Veranstalter des Folkerdey Festivals, die über Erfahrungen mit der Nutzung des Areals verfügen und wichtige Hinweise zur zukünftigen Gestaltung geben können.

Die Grillhütte selbst soll weiterhin als reservierbarer Ort für Feiern, Vereine und größere Gruppen erhalten bleiben und gleichzeitig aufgewertet werden. Der geplante öffentliche Grill- und Aufenthaltsbereich soll dieses Angebot ergänzen und eine Nutzung ohne vorherige Anmietung ermöglichen.

„Unser Ziel ist ein Ort, an dem sich Familien, Freundeskreise, Vereine und Menschen unterschiedlichen Alters gerne aufhalten können – unkompliziert und ohne große Hürden“, so Christian Wiglow. „Mit dem frei gewordenen Gelände haben wir jetzt die Chance, aus einem bereits etablierten Freizeitort noch mehr für die Menschen im Stadtteil zu machen.“

Die Verwaltung soll die Ergebnisse der Prüfung einschließlich einer Kostenschätzung in einer entsprechenden Vorlage darstellen. Damit soll eine fundierte Grundlage für die weiteren politischen Entscheidungen geschaffen werden.

„Wir wollen nicht nur über Aufenthaltsqualität sprechen, sondern ganz konkret etwas für die Menschen vor Ort verbessern“, ergänzt Manuela Höbler. „Der Grüne See bietet dafür hervorragende Voraussetzungen. Jetzt sollten wir diese Chance nutzen und das Gelände gemeinsam mit denjenigen weiterentwickeln, die es regelmäßig nutzen.“