Zum Ende der Einwendungsfrist zur beantragten Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf zieht Bürger gegen Fluglärm e. V. eine erste Bilanz. 6.000 Unterschriften und 2.000 dem Verein in Kopie vorliegende persönliche Einwendungen dokumentieren die Beteiligung im Rahmen der eigenen Kampagne. Die abschließende Auswertung steht noch aus. Schon jetzt steht für den Verein jedoch fest: Der Rückhalt aus der Bevölkerung reicht weit über die Zahlen hinaus.
In den vergangenen Wochen haben sich Menschen aus zahlreichen Städten und Stadtteilen für den Schutz ihrer Gesundheit, ihrer Nachtruhe und ihrer Lebensqualität eingesetzt. Mitglieder, Bürger- und Heimatvereine sowie engagierte Anwohner haben das Anliegen in die Öffentlichkeit getragen, Gespräche angestoßen und anderen Menschen Wege zur Beteiligung eröffnet.
„Unser herzlicher Dank gilt allen, die sich eingebracht haben. Ein Verein kann viel anstoßen. Seine Kraft entfaltet er aber erst durch die Menschen, die hinter ihm stehen und mitwirken. Diesen Zusammenhalt haben wir in den vergangenen Wochen sehr deutlich gespürt“, sagt Christoph Lange, Vorsitzender von Bürger gegen Fluglärm e. V.
Der Verein bedankt sich bei seinen Mitgliedern und den Unterstützerinnen und Unterstützern in Düsseldorf, Meerbusch, Ratingen, Essen, Kaarst und den weiteren betroffenen Orten. Ob durch eine persönliche Einwendung, die Organisation gemeinsamer Aktionen oder die Weitergabe von Informationen: Jeder Beitrag hat geholfen, den Anliegen der Menschen unter den Flugrouten Gehör zu verschaffen.
Anlass der Kampagne ist die beantragte Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf. Sie sieht unter anderem bis zu 60 statt bislang 47 Flugbewegungen pro Stunde während der Zweibahnzeiten vor. Für Bürger gegen Fluglärm steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie die Menschen in der Region wirksam vor zusätzlichen Belastungen geschützt werden.
„Viele Menschen haben sich mit ihren Fragen und Sorgen an uns gewandt. Das zeigt uns, dass unsere Arbeit gebraucht wird. Dieses Vertrauen bedeutet uns viel und ist zugleich ein Auftrag: Wir werden weiter für den Schutz der Menschen unter den Flugrouten kämpfen“, erklärt Lange.
Mit dem Ende der Einwendungsfrist endet deshalb nicht der Einsatz des Vereins. Bürger gegen Fluglärm wird das weitere Verfahren kritisch begleiten, die Öffentlichkeit informieren und sich dafür einsetzen, dass die vorgetragenen Erfahrungen und Bedenken berücksichtigt werden.
Die genannten Zahlen beziehen sich auf die bislang erfasste Beteiligung im Rahmen der vereinseigenen Kampagne. Eine abschließende Bilanz folgt nach der vollständigen Auswertung.

