Der Kreistag Mettmann hat am 15. Oktober einen Prüfantrag der GRÜNEN zu Hitzeschutzmanager*innen mehrheitlich angenommen. Die Kreisverwaltung soll nun prüfen, ob und wie Landesmittel für bis zu zwei Stellen im Gesundheitsamt genutzt werden können.
„Ein Hitzeaktionsplan allein schützt noch niemanden. Entscheidend ist, dass der Schutz bei den Menschen ankommt, die ihn am dringendsten brauchen“, erklärt Schabestan Gafori, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Gesundheit und Soziales der GRÜNEN im Kreistag Mettmann.
Im Mittelpunkt stehen besonders ältere, alleinlebende, chronisch erkrankte und pflegebedürftige Menschen. Angebote wie Hitzetelefone oder sogenannte Hitze-Buddys könnten dafür sorgen, dass gefährdete Personen bei extremen Temperaturen nicht auf sich allein gestellt bleiben.
„Wir müssen das Rad nicht in jeder Stadt neu erfinden. Hitzeschutzmanager*innen könnten die zehn kreisangehörigen Städte bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen unterstützen, bestehende Angebote vernetzen und die Zusammenarbeit stärken“, so Gafori.
Das Land NRW hat Fördermittel zur Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes angekündigt. Der Prüfantrag soll deshalb auch klären, welche Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen und ob nach Auslaufen der Förderung Folgekosten entstehen.
„Gerade bei knappen Kassen wäre es fahrlässig, Fördermöglichkeiten nicht einmal zu prüfen. Wir wollen wissen, was sinnvoll, finanzierbar und langfristig tragfähig ist. Denn unser Ziel ist klar: Wir wollen diejenigen erreichen, die sich bei extremer Hitze nicht selbst ausreichend schützen können.“, betont Gafori.

