Neues Sport- und Wohlfühlbad

Ratingen. Das Planungsbüro für das neue Hallenbad in Ratingen-Mitte steht fest: Die Stadtwerke Ratingen vergeben den Auftrag an die pbr planungs- und beratungsgesellschaft mbh aus Osnabrück, die nun maßgeblich die nächsten Planungsschritte vorantreiben wird. Im europaweiten Auswahlverfahren erzielte das Unternehmen das beste Gesamtergebnis.

Damit erhält das Vorhaben eine konkrete planerische Grundlage. Am Standort Angerbad soll ein neues „Sport- und Wohlfühlbad“ entstehen, das Raum für den Schwimmunterricht, das Training der Vereine und die Freizeit der Badegäste bietet. Die Stadtwerke und die Stadt Ratingen arbeiten seit 2019 gemeinsam an den Voraussetzungen für das Projekt.

„Mit der Vergabe an pbr schaffen wir die Grundlage, um aus den bisherigen Überlegungen eine belastbare Planung zu entwickeln. Entscheidend ist für uns, die unterschiedlichen Anforderungen von Schulen, Vereinen und Badegästen in einem wirtschaftlich tragfähigen Sport- und Wohlfühlbad zusammenzuführen. Gemeinsam mit der Stadt, den politischen Gremien und der Anwohnerschaft wollen wir das Projekt nun Schritt für Schritt verlässlich voranbringen“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Schmidt.

„Das neue Hallenbad wäre eine Investition in die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit unserer Stadt, denn es schafft zum einen Raum für Schwimmunterricht und Vereinssport, zum anderen aber auch für Bewegung, Begegnung und gemeinsame Freizeit. Dass wir den nächsten wichtigen Schritt in der Planung gehen können, ist eine gute Nachricht für Ratingen“, ergänzt Bürgermeister Patrick Anders.

Qualität und Wirtschaftlichkeit gemeinsam bewertet

Im Vorfeld der europaweiten Ausschreibung im Oktober 2025 wurden bereits Gutachten und Voruntersuchungen durchgeführt, die für die Planungsbüros und die Stadtverwaltung als Grundlage für die weitere Bearbeitung dienten.

Nach einer ersten Auswahl anhand von Qualifikation und Referenzprojekten reichten Planungsteams Angebote und Konzepte ein. Diese wurden zunächst verhandelt und anschließend zusammen mit den abschließenden Lösungsvorschlägen bewertet.

Entscheidend war das Gesamtpaket: Neben dem Honorar flossen die Erfahrung der Projektleitung, die Betreuung vor Ort sowie die Organisation von Kosten, Qualität und Terminen in die Bewertung ein. Den höchsten prozentualen Anteil am Ergebnis hatte der Lösungsvorschlag für das Gebäude.

Die Lösungsvorschläge wurden unter Beteiligung eines 18-köpfigen Gremiums beurteilt. Darin saßen Vertreter*innen der Stadtverwaltung, der Ratinger Politik, der Anwohnerschaft sowie der Stadtwerke Ratingen. Externe Fachleute für Bäderarchitektur und Badtechnik ergänzten die Bewertung.

Vom Konzept zur konkreten Planung

Im nächsten Schritt werden die Planungen vertieft. Dabei geht es darum, die Anforderungen an das neue Bad weiter auszuarbeiten und belastbare Grundlagen für Baukosten und Zeitablauf zu schaffen. Die Planung berücksichtigt die besondere Lage des Neubaus sowie viele weitere Anforderungen, z. B. zum Hochwasserschutz, zu Parkplätzen und zu der denkmalgeschützten Nachbaranlage „Haus zum Haus“.

Der Neubau soll das 1971 errichtete Hallenbad am Hauser Ring ablösen. Dessen baulicher und technischer Zustand macht eine grundlegende Erneuerung erforderlich. Eine Sanierung wäre mit erheblichem Aufwand verbunden und könnte die bestehenden Probleme nur eingeschränkt lösen.

Parallel zur Hallenbadplanung läuft das erforderliche Bauleitplanverfahren weiter. Nach heutigem Planungsstand wird ein Baustart im Jahr 2028 avisiert. Ein verbindlicher Termin kann allerdings noch nicht genannt werden und die Gesamtkosten stehen ebenfalls noch nicht fest.