Bekämpfung der asiatischen Hornisse

Kreis Mettmann. Die asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde 2025 vom Bundesumweltministerium als „weit verbreitet“ eingestuft. Seitdem obliegt die Beseitigung ihrer Nester nicht mehr den Naturschutzbehörden, es sei denn, es besteht eine direkte Gefahr für den Menschen. Die invasive Art stellt jedoch eine erhebliche Bedrohung für Honigbienen und andere einheimische Insekten dar, die über keine wirksamen Verteidigungsstrategien verfügen.

Symbolfoto: Adobe Stock

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat der Kreisausschuss des Kreises Mettmann auf Antrag von CDU, GRÜNEN und FDP beschlossen, Imkerinnen und Imker bei der Bekämpfung der asiatischen Hornisse zu unterstützen.

„Durch die fortschreitende Ausbreitung der asiatischen Hornisse ist die Bestäuberleistung von Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und anderen Wildinsekten im weiten Umfeld von Nestern massiv beeinträchtigt“, erklärt Nils Lessing, Vorsitzender des Ausschusses für Klima-, Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz und GRÜNES Kreistagsmitglied.

Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, ein unbürokratisches Verfahren zu erarbeiten, das Imkervereinen im Kreis finanzielle Unterstützung für Schulungen, Schutzkleidung und Gerätschaften zur fachgerechten Bekämpfung der asiatischen Hornisse ermöglicht.

„Wir halten es für angebracht Imkerinnen und Imker bei dieser ökologisch und landwirtschaftlich wichtigen Aufgabe zu unterstützen, beispielsweise bei der Anschaffung teurer Ausrüstungen wie Lanzen zur Nestentfernung, die dann kreisweit über die Imkervereine ausgetauscht werden könnten“, betont Annette Braun-Kohl, Sprecherin der CDU im Ausschuss für Klima-, Umwelt-, Landschafts- und Naturschutz.

„Mit diesem Schritt setzen wir ein klares Zeichen für den Schutz unserer heimischen Artenvielfalt und die Sicherung der Bestäubungsleistung, die für unsere Landwirtschaft unverzichtbar ist“, ergänzt der FDP-Fraktionsvorsitzende Rudolf Joseph.