Ratingen. Dass die Ausländerbehörde an einem neuen Standort in Mettmann zu finden ist, das haben die Mitglieder des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration natürlich längst mitbekommen. Auch die neue Adresse war schon bekannt: Auf dem Hüls 5. Doch wie die neue Behörde aussieht und arbeitet und welche Auswirkungen dies für Menschen mit internationaler Familiengeschichte hat, davon konnten sich die Gremiumsmitglieder jetzt bei einem Besuch vor Ort selbst ein Bild machen.
Der Leiter der Ausländerbehörde, Florian Peters, hatte die Mitglieder zur einer Führung durch die neuen Räume eingeladen. Die Teilnehmer nutzten mit Vertreterinnen und Vertretern der Flüchtlings- und Migrationsberatung von Diakonie und Caritasverband die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich über die organisatorischen und technischen Neuerungen zu informieren. Im Rahmen des Besuchs konnten zahlreiche Fragen zur künftigen Arbeitsweise, zur Terminvergabe sowie zu den digitalen Angeboten gestellt und geklärt werden.
Der Umzug war notwendig geworden, da die bisherigen Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. Insbesondere fehlte es dort an ausreichend großen Wartebereichen, zudem waren die Büroräume aufgrund steigender Fallzahlen und eines damit verbundenen Personalzuwachses zu klein geworden. Dies ist nun anders: Das neue Kundenzentrum bietet zwölf Kundenschalter, großzügige Wartezonen und einen barrierefreien Zugang.
Dank Landesfördermitteln zur Digitalisierung der Ausländerbehörden konnten zudem verschiedene technische Neuerungen umgesetzt werden. Elektronische Aufenthaltstitel können künftig direkt an einem Ausweisautomaten abgeholt werden. Über sogenannte Point-ID-Systeme werden Biometriedaten wie Fingerabdrücke, Lichtbild und Unterschrift in einem Schritt erfasst. Ein digitales Terminal im Eingangsbereich ermöglicht es Kundinnen und Kunden, dringende Anliegen direkt an die zuständigen Mitarbeitenden weiterzuleiten.
In Zukunft plant die Ausländerbehörde, die Digitalisierung noch weiter voranzutreiben. So sollen Kundinnen und Kunden künftig Termine für ihre Anliegen immer öfter online vereinbaren können. Auch die Online-Antragstellung soll ausgebaut werden.
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration begrüßt die Modernisierung und die verbesserten Rahmenbedingungen. Eine serviceorientierte und digital gut aufgestellte Ausländerbehörde ist ein wichtiger Baustein für gelingende Integration vor Ort.
