Bürger-Union erneuert Forderung nach einem 365 € Ticket

Ratingen. Seit der Einführung des bundesweit gültigen 9-Euro Ticket nimmt die Diskussion erneut Fahrt auf, auf welche Weise dauerhaft ein kostengünstiger öffentliche Nahverkehr finanziert werden kann. Der große Erfolg der befristeten Aktion zeigt klar auf: Der Mobilitätswende ist möglich, wenn das System einfach und transparent sowie kostengünstig ist. Viele Bürgerinnen und Bürger haben in den letzten Wochen ihr Auto stehen lassen und den ÖPNV genutzt, sowohl im Freizeitbereich wie zum beruflichen Pendeln.

„Bereits 2019 hat sich die Fraktion der Bürger-Union mit verschiedenen Modellen eines kostengünstigen Nahverkehrs beschäftigt. Daraus resultierend hat sich die Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss sowie im Arbeitskreis „ÖPNV“ für konkrete Maßnahmen eingesetzt und bereits damals die Verwaltung zu Verhandlungen mit dem Kreis Mettmann, der Rheinbahn und dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr aufgefordert“, betont der Fraktionsvorsitzende Rainer Vogt und ergänzt, dass „dies alles jedoch bislang ohne konkrete Ergebnisse blieb“.

Die große Schwierigkeit dabei: „Ohne eine eigene Verkehrsgesellschaft ist es überaus kompliziert bis quasi unmöglich, die starren Tarifgrenzen aufzubrechen und eine attraktive Preisgestaltung zu etablieren“, resümiert der Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss, Robert Ellenbeck, denn „im Gegensatz zur Stadt Monheim mit ihrem stadteigenen Verkehrsbetrieb ist Ratingen im Tarifdschungel von Rheinbahn und VRR gefangen“. Das unselige Wabensystem mit 6,10 € für eine Fahrt nach Düsseldorf oder weit über 100 € im Monat für ein Ticket Preisstufe B sind unvertretbar teuer und schrecken viele Bürger ab, öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen.

Obwohl nicht zu erwarten ist, dass man dauerhaft für 9 € im Monat deutschlandweit den Nahverkehr nutzen kann, schließt sich die Bürger-Union der Forderung des Städte- und Gemeindebundes an, der auf der einen Seite ein einfaches und transparentes Ticket, das überall gilt, wie z.B. ein 365 € Ticket, andererseits aber auch massive Investitionen in den Ausbau von Bussen und Bahnen fordert.

„Nach jahrelangem Stillstand in Sachen Ausbau des Angebotes sowie Taktverdichtung in Ratingen scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. Zahllose Verbesserungsvorschläge der verschiedenen Ratsfraktionen warten auf ihre Beschlussfassung und auf baldige Umsetzung“, sieht Rainer Vogt endlich „Licht am Ende des Tunnels“.

„Wenn nun in einer konzertierten Aktion von Bund, Land und Kommunen zusätzlich ein vernünftiges und gleichzeitig langfristig tragbares Preismodell beschlossen und finanziert würde, wäre dies für unsere Bürgerinnen und Bürger ein echter Mehrwert,“ so Robert Ellenbeck.
„Die Fraktion der Bürger-Union wird sich auch zukünftig nach Kräften für eine Stärkung und Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzen“, so Rainer Vogt und Robert Ellenbeck.

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