Ratingen. Wer seinen Vorgarten grün und bunt gestaltet, sorgt für Abkühlung direkt vor der eigenen Haustür und hilft dabei, die Stadt an den Klimawandel anzupassen. Um dieses Engagement zu würdigen, hat die Stadt die Aktion „Ratingens bunte Vorgärten“ ins Leben gerufen. Unter den insgesamt 19 Einsendungen wurden nun fünf Preisträger ausgelost.

Bürgermeister Patrick Anders besuchte eine der Gewinnerinnen, Heike Lück-Knobloch, und dankte ihr stellvertretend für alle, die an der Aktion teilgenommen und schöne Aufnahmen ihrer Vorgärten eingeschickt haben. Gemeinsam mit Klimaschutzmanager Benjamin Reichpietsch überreichte er den Preis der Verlosung: eine RatingenCARD im Wert von 75 Euro sowie einen Stadtjubiläums-Merchandise-Artikel nach Wahl.
Bei der Gelegenheit erhielt Anders natürlich einen eindrucksvollen Einblick in einen Garten, der Natur, Erholung und Artenvielfalt miteinander verbindet. „Der Vorgarten von Frau Lück-Knobloch zeigt wunderbar, dass Klimaanpassung und Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür beginnen“, sagte der Bürgermeister. „Hier sehen wir: Ein bunter Vorgarten ist nicht nur ein Gewinn bei einer Verlosung – er ist vor allem ein Gewinn für das Wohnumfeld, das Klima, die Tierwelt und die Lebensqualität.“
Denn ein Vorgarten ist zunächst ein freundlicher Empfang am Haus, darüber hinaus aber noch viel mehr: Er bietet Pflanzen, Insekten und kleinen Tieren Lebensraum, unterstützt ein angenehmeres Mikroklima und schafft einen Ort, an dem Menschen sich wohlfühlen.
Im Fall von Heike Lück-Knobloch und ihrem Mann ist der Vorgarten dabei ein Teil eines naturnah gestalteten Gesamtkonzepts. Sie haben auch den eigentlichen Garten vielfältig bepflanzt und toll gestaltet. Kräuter, blühende Stauden und unterschiedliche Gehölze bieten Nahrung, Schutz und Rückzugsorte für Insekten. Gleichzeitig ist der Garten eine grüne Ruheoase – und auch der Hund der Familie genießt die naturnahe Umgebung.
Mit der Aktion möchte die Stadt Ratingen zeigen, dass Vorgärten einen wichtigen Beitrag zu einer klimaangepassten und artenreichen Stadt leisten können. Reine Rasenflächen oder gar Kunstrasen und Schottergärten erfüllen diese Funktionen bei weitem nicht. Vor allem Schotterflächen mit Folien oder Vliesen darunter heizen sich in der Sonne stark auf, lassen Regenwasser kaum versickern und bieten wenig Nahrung oder Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Fotos mit Impressionen aus allen eingesendeten Vorgärten und Tipps zur eigenen naturnahen Umgestaltung gibt es unter www.stadt-ratingen.de/vorgarten

