Ratingen. Zunehmende Hitzeperioden und häufiger auftretende Extremwetterlagen in Folge des Klimawandels stellen Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Öffentliche Orte, an denen sich Menschen begegnen und Zeit verbringen, müssen dringend klimaangepasst gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU gemeinsam einen Antrag eingebracht, der den Hitzeschutz an öffentlichen Orten in Ratingen gezielt und unbürokratisch verbessern soll.

Öffentliche Plätze, Spielplätze oder Treffpunkte sind wichtige Orte des sozialen Lebens in der Stadt. Gerade Kinder, ältere Menschen oder gesundheitlich eingeschränkte Personen sind jedoch besonders anfällig für hohe Temperaturen. Aus Sicht der beiden Fraktionen können bereits vergleichsweise einfache Maßnahmen helfen, die Aufenthaltsqualität auch an heißen Tagen deutlich zu verbessern.
„Hitzeperioden werden häufiger und intensiver. Deshalb müssen wir unsere öffentlichen Orte Schritt für Schritt besser an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Gerade Kinder und ältere Menschen brauchen Orte, an denen sie sich auch an heißen Tagen sicher aufhalten können. Mit gezielten Maßnahmen wie Verschattung, Begrünung oder Trinkwasserangeboten können wir hier viel erreichen“, erklärt Ute Meier, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
Konkret schlagen CDU und Grüne vor, im Haushalt der Jahre 2026 und 2027 ein Budget von 50.000 Euro bereitzustellen. Dieses soll insbesondere nicht-städtischen Trägern von Kindertageseinrichtungen und Senioreneinrichtungen zur Verfügung stehen, um Maßnahmen wie Verschattungselemente, Trinkwasserspender, zusätzliche Begrünung oder Sprühnebelsysteme schnell umzusetzen.
Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, inwieweit auch städtische Treffpunkte – insbesondere Mehrgenerationentreffs und Jugendzentren – durch entsprechende Maßnahmen besser vor Hitze geschützt werden können. Dabei soll auch ein Austausch mit den Nutzerinnen und Nutzern, etwa über den Seniorenrat und den Jugendrat, stattfinden.
Ein weiterer Fokus des Antrags liegt auf Spielplätzen: Bei den kommenden Projekten im Spielplatzausbauprogramm soll geprüft werden, wie zusätzliche Verschattungsmöglichkeiten frühzeitig in die Planungen integriert werden können.
„Gerade bei Spielplätzen sehen wir, wie wichtig Schatten und Aufenthaltsqualität für Familien sind. Wenn wir solche Aspekte frühzeitig in die Planung einbeziehen, schaffen wir dauerhaft bessere Bedingungen für Kinder und Eltern“, erläutert Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
„Gleichzeitig zeigt der Antrag auch, dass wir bei wichtigen Zukunftsfragen gemeinsam handeln können. Klimaanpassung und der Schutz vor zunehmender Hitze betreffen alle Generationen in unserer Stadt“, führt Ute Meier weiterführend aus. „Deshalb ist es sinnvoll, hier fraktionsübergreifend pragmatische Lösungen für Ratingen auf den Weg zu bringen“, ergänzt der Christdemokrat Heins abschließend.
