Cromfordwiesen als Best-Practice-Beispiel für „Grün in die Stadt“

Ratingen. Die neu gestalteten Cromfordwiesen zwischen Industriemuseum und Kalkbahngleis haben sich seit ihrer Eröffnung vor zwei Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel am Rand der Innenstadt entwickelt. Nun dient das Projekt zur ökologischen Aufwertung dieser einst artenarmen Fettwiese auch bundesweit als Best-Practice-Beispiel für „Grün in die Stadt“, einer Intiative des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), unterstützt vom Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund.

40 Projekte waren dem BGL gemeldet worden, von denen sechs ausgewählt und in Videos vorgestellt wurden. Der Film über die Cromfordwiesen und der fünf weiteren bundesweiten Projekte ist jetzt auf der Website www.gruen-in-die-stadt.de zu sehen.

Auf den 1,7 Hektar großen Cromfordwiesen ist ein schönes Naherholungsgebiet entstanden. Durch die Wiesenlandschaft ziehen sich neue Fuß- und Radwege und laden zu Spaziergängen und kleinen Touren ein. Die Auenflächen wurden naturnah umgestaltet, um künftig neuen tierischen Bewohnern gute Lebensbedingungen zu bieten. Entlang der Kalkbahn wurden Totholzbiotope und eine Streuobstwiese mit alten Obstbaumsorten angelegt. Im Mittelpunkt des umgestalteten Bereichs steht der „Spindelweg“, der Bezug nimmt auf die kulturhistorische Bedeutung der Wiese. Denn diese liegt in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Baumwollspinnerei Cromford, dem heutigen Industriemuseum des LVR. Die Wegeführung umrahmt mit ihren Windungen die Blumenbeete mit Färberpflanzen. Hier kann man sich hinsetzen und entspannen.