Das Technische Hilfswerk beim jugend presse kongress

„Helft, weil ihr helfen wollt“ – Die Arbeit der „blauen Engel“ 8 Uhr morgens. Das Telefon klingelt. Jetzt wird es hektisch in der Dienststelle des THW. Einsatzkräfte kommen an und rennen gleich zu den blauen Gerätekraftwagen, Schläuche und Werkzeuge werden verpackt. Man hört laute Zurufe und sieht eilige Gestik. Kurz darauf fahren die blauen Wagen auch schon mit lauten Sirenen los. Egal ob Chemieunfall, Überschwemmung, Sturm oder Virus- die Hilfe des THW wird in vielen Situationen benötigt. Für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte heißt das jedes Mal: Rein in die Gerätekraftwagen und mit Sirenen und Blaulicht raus in den Tag.

Das Technische Hilfswerk, kurz THW, ist die deutsche Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Es wurde vor 70 Jahren gegründet und besteht bis heute hauptsächlich aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Rund 80.000 sogenannte „blaue Engel“ sind regelmäßig im Einsatz. Im Jahr 2019 steht das THW an zweiter Stelle, wenn es um den geleisteten Beitrag von Wohltätigkeitsorganisationen und Institutionen zum Gemeinwohl geht.1 Das Motto des THW? „#kompetent #professionell #freiwillig – nur so geht Katastrophenschutz“, sagt Albrecht Broemme, Ehrenpräsident des Technischen Hilfswerks.

Unter diesem Motto hält der 67-Jährige eine Präsentation auf dem 172. jugend presse kongress der young leaders, wo er seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Teilnehmern des Kongresses teilt und einen neuen Blick auf das ehrenamtliche Engagement und vor allem die Arbeit des THW vermittelt.
Die Teilnehmer des Kongresses sind engagierte, oft schon ehrenamtlich aktive Jugendliche, weshalb für Broemme die Werbung im Hintergrund steht. Viel wichtiger ist ihm, dass die Jugendlichen offen und interessiert für die Arbeit des Technischen Hilfswerks sind. Für ihn ist das THW nicht irgendeine Organisation: „Das THW ist eine Frage der Lebenseinstellung“, stellt er klar.

Broemme erklärt: „Ich bin zum THW gegangen, da ich dort eine interessante, praktische Ausbildung erhalten habe, die ich in der Schule als Schüler so nicht hatte.“ Von 2006 bis Ende 2019 war er Präsident des THW. Er hatte viele Verwaltungsaufgaben, doch einen „normalen“ Arbeitsalltag gab es für ihn nicht: „Als Präsident war ich ständig unterwegs. Ich wurde gefragt: Wo wohnen Sie denn? Und ich habe geantwortet: im Airbus A 320 auf einem Sitz am Notausgang.“

Ständig unterwegs sein? Das geht im Moment eher nicht. Auch für das THW ist die derzeitige Situation alles andere als normal. „Während Covid 19 wurde unser regulärer Dienstbetrieb wegen des Infektionsrisikos stark heruntergefahren. Es wurde nur notwendiges für die Einsatzbereitschaft gemacht“, so Daniel Claus, Helfer beim THW in Ratingen. Ob der Aufbau von Behandlungszentren oder Materialtransporte, das THW hilft wo es kann. Claus sagt: „Jeder Einsatz hat seine besondere Herausforderung, aber im Team schafft man es, diese zu meistern.“

Aber egal ob gemeinsam oder alleine: Gutes Tun macht einen Menschen glücklich, geben 41 Prozent der Befragten bei einer Umfrage der IFD an2. Wer zum THW geht lernt etwas für sich und hilft anderen. Für Claus ist der Dank der Menschen ein großer Antrieb: „Wenn mir die Menschen gegenüberstehen und ehrlich Danke sagen, teilweise mit Tränen in den Augen, sind dass die Momente, bei denen ich auch im Rückblick noch eine Gänsehaut bekomme.“ „Erwartet keinen Dank, sondern helft, weil ihr helfen wollt“, unterstreicht Broemme und betont: „Helfen ist ein schönes Glücksgefühl.“

Beim THW kommen unterschiedliche Leute zusammen, die sich sonst nicht getroffen hätten. „Diese Mischung macht es lebenswert“, sagt Broemme. Auch Jugendliche können sich beim THW engagieren. „Wir sind nicht so geboren, dass wir schon alles können“, fährt er fort. Wer mitmachen möchte, sollte vor allem Spaß haben, neue Sachen dazuzulernen. Lynn, Helferin beim Jugend THW, hat genau das schon erlebt: „Wir haben verschiedene Sachen gelernt, zum Beispiel das Bergen von Menschen aus Höhlen oder Schächten, oder auch aus Gebäuden. Das war echt spannend.“

Broemme ist überzeugt, dass das THW in Zukunft immer mehr Arbeit haben wird. Er wünscht sich, dass zeitgleich genug Leute da sind, die die Aufgaben spannend finden und sich mit dem Herzen engagieren. „Wer sich nie ehrenamtlich engagiert, versäumt etwas in seinem Leben was er dann später bereut. Für jeden gibt es etwas, das er tun kann, wenn er sich nur überlegt, was er tun möchte.“

Die „blauen Engel“ als Retter in der Not. Broemme sagt: „Auch wenn sechs Stunden mit Blaulicht fahren irgendwann zermürbend ist, der Dank der Menschen ist umso größer.“ Deshalb heißt es beim THW immer wieder auf neue: Sirenen an und raus in den Tag, einer neuen Herausforderung entgegen.

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