Digitaler Bürgermeister

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ratingen möchte das digitale Angebot der Stadt gezielt weiterentwickeln und beantragt die Konzeption eines KI-gestützten Informationsassistenten für die städtische Website sowie die Ratingen-App. Unter dem Titel „Digitaler Bürgermeister“ soll ein modernes, rund um die Uhr verfügbares digitales Angebot entstehen, das Bürgerservice und politische Bildung miteinander verbindet.

„Viele Bürgerinnen und Bürger möchten schnell und unkompliziert wissen, welche Stelle zuständig ist, welche Öffnungszeiten gelten oder wo ein bestimmtes Formular zu finden ist. Ein KI-gestützter Informationsassistent kann hier eine erste Orientierung bieten – rund um die Uhr und ohne Wartezeit“, erklärt Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Das verbessert die digitale Erreichbarkeit unserer Stadt und schafft echte Bürgernähe im Alltag.“

Digitale Informationsangebote gewinnen für Bürgerinnen und Bürger zunehmend an Bedeutung. KI-gestützte Dialogsysteme haben sich in den vergangenen Jahren technisch stark weiterentwickelt und werden in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt. Die CDU-Fraktion sieht hierin eine Chance, auch in Ratingen neue Wege im digitalen Bürgerservice zu gehen.

Thomas Angst, Ratsmitglied, ergänzt: „Digitalisierung ist dann erfolgreich, wenn sie echten Mehrwert schafft. Wir wollen mit diesem Projekt nicht nur technische Innovation, sondern konkrete Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger erreichen – durch bessere Orientierung, schnellere Informationswege und einen einfachen Zugang zu städtischen Leistungen.“

Der „Digitale Bürgermeister“ soll dabei ausdrücklich mehr sein als ein reines Service-Tool. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die verbindliche Integration von Inhalten zur kommunalpolitischen Bildung – etwa verständliche Erläuterungen zu Aufgaben und Zuständigkeiten des Bürgermeisters und der stellvertretenden Bürgermeister, zur Struktur der Dezernate sowie zu den Grundlagen kommunaler Finanzierung.

Leon Puttkammer, sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion, hebt die Einbindung kommunalpolitischer Elemente besonders hervor: „Der ‚Digitale Bürgermeister‘ soll nicht nur Auskünfte zu Serviceangeboten der Stadt geben, sondern auch Zusammenhänge verständlich erklären. Bürgerinnen und Bürger sollen nachvollziehen können, wie Entscheidungen zustande kommen, wer Verantwortung trägt, wie kommunale Prozesse ablaufen und wie die Verwaltung aufgebaut ist. Das stärkt Transparenz und Vertrauen in die Stadtpolitik. Demokratie beginnt vor der eigenen Haustür – dieses Verständnis digital zugänglich zu machen, ist ein echter Mehrwert für Ratingen.“

Tatjana Pfotenhauer, Ratsmitglied und Sprecherin für Digitales, stellt die organisatorischen Vorteile heraus: „Ein intelligenter Informationsassistent kann Verwaltungsabläufe effizient unterstützen. Standardanfragen werden schneller beantwortet, Mitarbeitende werden im Tagesgeschäft spürbar entlastet und Ressourcen können gezielter dort eingesetzt werden, wo individuelle Beratung erforderlich ist. Das trägt zur Verfahrensbeschleunigung bei und stärkt die Leistungsfähigkeit unserer Verwaltung.“

Die CDU legt besonderen Wert darauf, dass das System eindeutig als digitales Informationsangebot der Stadt gekennzeichnet wird, ausschließlich auf geprüften und freigegebenen städtischen Informationen basiert, datenschutzkonform betrieben wird und in redaktioneller Verantwortung der Verwaltung steht.

„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein“, so Pfotenhauer abschließend. „Sie muss Verwaltungsabläufe verbessern, Orientierung bieten und den Zugang zu kommunalen Informationen vereinfachen.“