Entlastung der Angerstraße nach Öffnung der Werdener Straße

Ratingen. Die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Mitte beantragt für die Sitzung am 7. Oktober 2026 eine probeweise Sperrung der Angerstraße für den Durchgangsverkehr. Nach der Wiederöffnung der Werdener Straße sieht die SPD jetzt die Möglichkeit, den Verkehr gezielt über diese leistungsfähige Verbindung zwischen Innenstadt und Düsseldorfer Straße zu führen.

Nach der Schließung des Katholischen Krankenhauses wurde die Werdener Straße zeitversetzt wieder für den Verkehr geöffnet. Damit steht nun aus Sicht der SPD eine geeignete Alternative zur Angerstraße zur Verfügung. Diese sei seit Jahren durch Durchgangsverkehr, rangierende Taxen am Taxistand sowie den Ein- und Ausfahrtsverkehr zum Parkhaus Angerstraße erheblich belastet.

Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, erklärt: „Mit der geöffneten Werdener Straße haben wir endlich eine realistische Möglichkeit, die Angerstraße spürbar zu entlasten. Der Durchgangsverkehr muss nicht länger unmittelbar am Marienhof und am Seniorenheim vorbeigeführt werden. Gerade die dort lebenden Menschen sind seit Jahren den Lärm- und Verkehrsbelastungen direkt vor ihren Zimmern ausgesetzt.“

Die SPD schlägt vor, die Durchfahrt an der Engstelle vor dem Marienhof für zunächst ein Jahr mit einem Steckpoller zu sperren. Der Durchgangsverkehr soll künftig über die Werdener Straße geführt werden. Ergänzend soll die Vorfahrtsregelung an der Einmündung Angerstraße/Werdener Straße geändert werden: Die Werdener Straße soll Vorfahrt erhalten, statt der bisherigen Regelung „rechts vor links“.

Gero Aschenbroich, Sachkundiger Bürger der SPD, betont: „Die heutige Verkehrssituation verursacht immer wieder Rückstaus bis auf die Mülheimer Straße. Wenn Taxen rangieren, Fahrzeuge das Parkhaus anfahren oder verlassen und gleichzeitig Durchgangsverkehr durch die enge Angerstraße fährt, entstehen unnötige Konflikte und Staus. Eine klare Verkehrsführung über die Werdener Straße kann hier Abhilfe schaffen.“

Die einjährige Probephase soll nach Auffassung der SPD ausreichend Zeit bieten, um die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss, die Anwohnerschaft und die umliegenden Straßen verlässlich zu bewerten.

„Es geht nicht darum, Probleme zu verlagern, sondern den Verkehr sinnvoller zu organisieren“, so Wiglow. „Nach einem Jahr soll ein Erfahrungsbericht vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage kann der Bezirksausschuss entscheiden, ob sich die Maßnahme bewährt hat und dauerhaft fortgeführt werden sollte.“

Der Antrag der SPD im Bezirksausschuss Mitte umfasst:

1.Die probeweise Sperrung der Angerstraße durch einen Steckpoller auf Höhe der Engstelle vor dem Marienhof für die Dauer eines Jahres.

2.Die Führung des Durchgangsverkehrs über die Werdener Straße sowie die Anpassung der Vorfahrtsregelung an der Einmündung Angerstraße/Werdener Straße zugunsten der Werdener Straße.

3.Die Vorlage eines Erfahrungsberichts nach Ablauf der einjährigen Testphase.

Mit dem Antrag will die SPD die Lebensqualität am Marienhof und insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims verbessern, Verkehrsabläufe entzerren und Rückstaus in Richtung Mülheimer Straße reduzieren.