Erster Spatenstich für zwei neue Kitas in West und Hösel

Ratingen. Mit dem Bau von zwei neuen Kitas in West und Hösel macht die Stadt Ratingen zwei große Schritte, um schon bald den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ohne Abstriche erfüllen zu können. Die beiden Kitas sind baugleich und werden gleichzeitig errichtet. Im Laufe des Kindergartenjahres 2027/28 wird Ratingen dann rund 230 Kita-Plätze mehr haben. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich an der Gothaer Straße in Ratingen-West wurde nun der Baustart an beiden Standorten gefeiert.

Spatenstich für eine neue sechsgruppige Kita an der Gothaer Straße in Ratingen-West (v.l.n.r.): Jugenddezernentin Sabine Klocke, Beigeordner Martin Gentzsch, Architektin Monika Brölingen und Christoph Hölscher von der ausführenden Baufirma G und S, Bürgermeister Patrick Anders sowie Antje Fielenbach und Stefan Welling von der Stabsstelle für besondere Hochbauprojekte.

Bürgermeister Patrick Anders sagte dort: „Durch diese beiden Bauvorhaben können wir die Kita-Situation in den Stadtteilen Ratingen-West und Hösel entscheidend verbessern, also genau dort, wo wir rechnerisch noch den größten Bedarf haben. Für unser großes Ziel, in Ratingen eine Bildungslandschaft erster Güte zu schaffen, sind dies Meilensteine.“

So wird die fertige Kita aussehen. Visualisierung: G und S

Die neue Kita an der Gothaer Straße 19 wird die ehemalige Einrichtung an gleicher Stelle ersetzen, die vor wenigen Jahren abgerissen werden musste. Allerdings wird die neue Kita zwei Gruppen mehr als früher aufnehmen, wodurch sich die Versorgungssituation auch gegenüber dem Stand vor Abriss der alten Kita an der Gothaer Straße verbessern wird. Um das rechnerische Defizit in West vollständig auszugleichen, sind weitere zwei Kitas erforderlich, die aber bereits in Bau bzw. in Planung sind. In Hösel dagegen kann die Komplett-Versorgung durch den jetzt beginnenden Neubau an der Ludwig-Rosenberg-Straße 8 perspektivisch sichergestellt werden.

Weil die beiden Baugrundstücke in West und Hösel von Größe und Zuschnitt her ähnlich sind, hat die Stabsstelle für besondere Hochbauprojekte in der Stadtverwaltung die beiden Projekte zusammengeplant. Das bringt erhebliche Zeit- und Kostenvorteile. Ob Statik, Haustechnik, Wärme- und Schallschutz – alles muss nur einmal geplant werden, erläutert der Stabsstellenleiter Stefan Welling. Und beim Baumaterial und bei der Ausstattung wird es durch Mengenrabatte günstiger.

Gebaut wird in herkömmlicher Massivbauweise, allerdings unter Nutzung zahlreicher vorgefertigter Bauteile. So können die beiden Gebäude zügig errichtet werden. Mit einer reinen Bauzeit von rund einem Jahr ist zu rechnen, danach folgt noch die Inneneinrichtung und der Bau der Außenanlagen. „Die Gebäude werden auch hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit erfüllen“, sagt der zuständige Dezernent Martin Gentzsch. „Wir streben den Standard Effizienzhaus 40 an und haben entsprechende Fördermittel bei der KfW beantragt.“

Übrigens: Dass die beiden Kitas baugleich sind, heißt nicht, dass sie genau gleich aussehen werden. Die Farbgestaltung der Fassadenklinker wird sich zum Beispiel individuell nach der jeweiligen Geländeausprägung und der Umgebungsbebauung ausrichten. Insgesamt investiert die Stadt Ratingen rund 15 Millionen Euro in die beiden neuen Kitas, davon rund neun Millionen Euro an Eigenmitteln.