Gesamtheitliches Verkehrskonzept

Die Bürger-Union Ratingen fordert ein gesamtstädtisches, verkehrsträgerübergreifendes Verkehrskonzept für Ratingen. Einen entsprechenden Prüfauftrag hat die Fraktion für die Beratung in den zuständigen politischen Gremien eingebracht. Künftig sollen Fuß- und Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV, ruhender Verkehr sowie Liefer- und Wirtschaftsverkehr gemeinsam betrachtet werden. Auch Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Klimaschutz sollen von Anfang an berücksichtigt werden.

„Wir brauchen in Ratingen endlich den Blick auf das gesamte Verkehrsnetz. Einzelmaßnahmen dürfen nicht länger isoliert geplant werden. Radwege, Straßen, Kreuzungen und Wegeverbindungen müssen sinnvoll aufeinander abgestimmt sein“, erklärt Fraktionsvorsitzender Rainer Vogt.

Als Beispiele für eine konsequente und vernetzte Verkehrsplanung nennt die Bürger-Union die niederländischen Städte Houten und Utrecht. Dabei gehe es nicht darum, deren Modelle eins zu eins zu übernehmen, sondern erfolgreiche Ansätze auf die Situation in Ratingen zu übertragen.

Ratsmitglied Edgar Mählmann betont: „Wir wollen Houten und Utrecht nicht kopieren. Aber wir können daraus lernen, dass eine erfolgreiche Verkehrspolitik einen langfristigen Plan und ein funktionierendes Gesamtnetz braucht – statt vieler Einzelentscheidungen ohne ausreichenden Blick auf die Anschlüsse.“

Die Bürger-Union fordert zudem eine frühzeitige Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Wirtschaft und Politik. Die Verwaltung soll einen Zeit- und Finanzierungsrahmen vorlegen, der in die Haushaltsberatungen 2027 einfließen kann.

„Am Ende brauchen wir ein verbindliches Konzept mit klaren Prioritäten. So können wir die vorhandenen Mittel gezielter einsetzen und gleichzeitig Verkehrssicherheit, Mobilität und Lebensqualität in Ratingen verbessern“, so Vogt.

Die Bürger-Union sieht den Prüfauftrag als ersten Schritt zu einer langfristigen und verbindlichen Gesamtstrategie für die Verkehrsentwicklung Ratingens.