Hitzeaktionsplan muss jetzt mit konkreten Maßnahmen umgesetzt werden

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans für den Kreis Mettmann ausdrücklich. Gleichzeitig fordert sie, den nächsten Schritt zu gehen und konkrete Maßnahmen umzusetzen.

„Hitze ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern Realität. Temperaturen von bis zu 40 Grad und 55 hitzebedingte Todesfälle innerhalb kurzer Zeit im Kreis Mettmann zeigen, wie ernst die Lage ist“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Andreas Kanschat.

Nach Auffassung der Grünen reicht es deshalb nicht aus, Handlungsempfehlungen zu formulieren. „Kitas kämpfen mit Raumtemperaturen von über 35 Grad. Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser stehen ohnehin unter Personalmangel und sind während Hitzewellen zusätzlich belastet. Jetzt müssen konkrete Schutzmaßnahmen folgen“, so Schabestan Gafori, stellvertretende Fraktionsvorsitzende weiter.

Die Grünen sehen den Hitzeaktionsplan als wichtigen ersten Schritt, betonen aber, dass der Schutz besonders gefährdeter Menschen dauerhaft Priorität haben müsse.

„Die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze wurden lange unterschätzt. Heute wissen wir, dass Hitze eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen ist. Deshalb muss aus dem Plan nun konsequentes Handeln werden,“ fordert Gafori.
Dazu gehört, die kreisangehörigen Städte bei der Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen zu unterstützen, besonders gefährdete Menschen wie ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke gezielt zu schützen und die Krisenvorsorge für zukünftige Hitzewellen weiter auszubauen. Nur wenn aus Handlungsempfehlungen konkrete Schritte werden, kann der Hitzeaktionsplan seine volle Wirkung entfalten.