Hitzeschutz für Kinder bei Sport unter freiem Himmel

Ratingen. Extreme Hitze ist längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Temperaturen von deutlich über 30 Grad treten immer häufiger auf und stellen insbesondere Kinder und Jugendliche bei sportlichen Aktivitäten im Freien vor gesundheitliche Risiken. Die SPD-Fraktion beantragt deshalb einen entsprechenden Tagesordnungspunkt für den Schule- und Sportausschuss.

„Sport und Bewegung sind für Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung. Aber bei extremen Temperaturen müssen wir den Gesundheitsschutz besonders ernst nehmen“, erklärt Christian Wiglow, Vorsitzender der SPD-Fraktion. „Es braucht klare Kriterien und verlässliche Regelungen dafür, wann Training, Turniere oder andere Sportveranstaltungen unter freiem Himmel nicht mehr verantwortbar sind.“

Die SPD-Fraktion bittet die Verwaltung, im Ausschuss insbesondere darzustellen, ab welchen Temperaturen Training, Turniere und Sportveranstaltungen auf stadteigenen Anlagen aus gesundheitlichen Gründen untersagt oder in die kühleren Morgen- beziehungsweise Abendstunden verlegt werden sollten. Darüber hinaus soll geklärt werden, welche Möglichkeiten die Stadt hat, auf Sportvereine und Organisatoren sportlicher Veranstaltungen auf stadteigenen Anlagen entsprechend Einfluss zu nehmen.

„Gerade Kinder und Jugendliche können bei großer Hitze besonders schnell gesundheitlich belastet werden. Deshalb sollten Vereine und Veranstalter bei der Planung von Trainings und Wettbewerben stärker für die Gefahren extremer Hitze sensibilisiert werden“, sagt Rosa-Maria Kaleja, Sprecherin der SPD-Fraktion im Schul- und Sportausschuss.

Die SPD regt außerdem an, die Erstellung geeigneten Informationsmaterials durch die Stadt zu prüfen. Darin könnten die besonderen Risiken sportlicher Aktivitäten bei großer Hitze für Kinder und Jugendliche erläutert und konkrete Hinweise für Vereine und Veranstalter gegeben werden.

„Wir wollen keine unnötigen Einschränkungen des Sports, sondern einen verantwortungsvollen Umgang mit zunehmend extremen Wetterbedingungen“, betont Wiglow. „Die Stadt sollte gemeinsam mit den Vereinen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche sicher Sport treiben können.“

„Hitzeschutz muss auch im Sport zum festen Bestandteil des Gesundheitsschutzes werden“, ergänzt Kaleja. „Mit verständlichen Informationen und klaren Empfehlungen können wir Vereine dabei unterstützen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“