Die Bürger-Union Ratingen setzt sich für mehr Schulweg- und Verkehrssicherheit auf der Schwarzbachstraße ein. Mit einem Antrag für die nächste Sitzung des Bezirksausschusses Mitte und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Mobilität fordert die Fraktion konkrete Maßnahmen, um die bereits geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auch tatsächlich durchzusetzen.
Besonders kritisch ist die Situation im Bereich der ansässigen Bildungseinrichtungen und Haltestellen. In diesem Abschnitt befinden sich eine Realschule, eine Kindertagesstätte sowie zwei stark frequentierte Bushaltestellen. Täglich bewegen sich hier zahlreiche Kinder, Jugendliche und mobilitätseingeschränkte Menschen. Dennoch wird nach Beobachtung der Bürger-Union das geltende Tempolimit immer wieder deutlich überschritten.
„Eine Tempo-30-Regelung aufzustellen, reicht nicht aus, wenn sie im Alltag offensichtlich zu häufig missachtet wird. Gerade dort, wo Kinder unterwegs sind, müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Wir wollen nicht erst dann handeln, wenn etwas passiert ist“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Rainer Vogt.
Die Bürger-Union schlägt deshalb ein Maßnahmenpaket vor, das ohne größere bauliche Eingriffe kurzfristig umgesetzt werden könnte:
Fahrbahnpiktogramme: In regelmäßigen Abständen sollen gut sichtbare Tempo-30-Markierungen auf der Fahrbahn aufgebracht werden. Sie sollen Autofahrer unmittelbar auf das geltende Tempolimit und die besondere Schutzbedürftigkeit des Bereichs aufmerksam machen.
Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen: Die Verwaltung soll gemeinsam mit den zuständigen Behörden des Kreises Mettmann prüfen, wie durch mobile oder stationäre Kontrollen die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung wirksamer überwacht werden kann.
Digitales Smiley-Display: Kurzfristig soll ein Geschwindigkeitsdisplay installiert werden, das den Verkehrsteilnehmern ihre tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit anzeigt und durch eine entsprechende visuelle Rückmeldung zur Einhaltung des Tempolimits motiviert.
„Wir setzen bewusst auf einfache, kostengünstige und schnell umsetzbare Lösungen. Fahrbahnpiktogramme schaffen eine zusätzliche Aufmerksamkeit, und regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht nur auf dem Papier steht. Ein Smiley-Display kann darüber hinaus einen nachhaltigen Sensibilisierungseffekt erzielen“, so Vogt.
Keine zusätzlichen baulichen Hindernisse: Die Bürger-Union möchte ausdrücklich auf bauliche Fahrbahnverengungen oder andere dauerhafte Hindernisse im Straßenraum verzichten. Solche Maßnahmen könnten den Verkehrsfluss beeinträchtigen und sind aus Sicht der Fraktion an dieser Stelle nicht erforderlich. Stattdessen soll die Verkehrssicherheit durch eine Kombination aus visueller Verdeutlichung, Sensibilisierung und konsequenter Überwachung verbessert werden.
„Unser Ziel ist klar: Die Schwarzbachstraße muss für Schulkinder, Kita-Kinder und alle anderen Verkehrsteilnehmer sicherer werden. Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie die vorgeschlagenen Maßnahmen zeitnah prüft und möglichst kurzfristig umsetzt“, unterstreicht Rainer Vogt abschließend.

