Ratinger Jonges – Kündigung der Mitgliedschaft

Der Vorstand des Heimatvereins „Ratinger Jonges‟ hat auf seiner Sitzung am Dienstagabend (3. März) auch formal den Beschluss zur Kündigung der Mitgliedschaft des AfD-Funktionärs Bernd Ulrich einstimmig bestätigt. Die Kündigung war Ulrich bereits am vergangenen Donnerstag (26. Februar) zugestellt worden. In der Folge habe dieser die Kündigung akzeptiert und wolle auch nicht rechtlich dagegen vorgehen, teilte Jonges-Baas Dr. Edgar Dullni dem Vorstand mit. Der Aufnahmeantrag des AfD-Funktionärs war im Mai 2025 vom Vorstand nach kontroverser Debatte nicht einstimmig angenommen worden.

Einstimmig verabschiedete der Jonges-Vorstand jetzt auch einen Unvereinbarkeitsbeschluss, der auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 19. März in der Stadthalle den Mitgliedern zur Abstimmung gestellt wird. Darin heißt es unter anderem: „Positionen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Identität oder anderer persönlicher Merkmale abwerten oder ausgrenzen, sind mit den Zielen und Werten des Vereins unvereinbar. Ebenso haben Hass und Hetze, völkischer Nationalismus und die Relativierung demokratischer Prinzipien im Verein keinen Platz. Mitglieder einer Partei, die als extremistisch gilt, können nicht Mitglieder im Verein Ratinger Jonges sein.‟

In einer persönlichen Stellungnahme bekräftigt Dullni sein Bedauern, „das Empfinden der Mitgliedschaft durch die Aufnahme eines AfD-Funktionärs verletzt zu haben.‟ Er übernehme die alleinige Verantwortung und werde auf der Jahreshauptversammlung die Vertrauensfrage stellen. „Ich möchte alle Vorwürfe zurückweisen, die mir und dem Vorstand rechtsextremes Gedankengut oder Unterstützung einer Unterwanderung des Vereins durch rechtsextreme Personen unterstellen‟, so Dullni weiter.