SPD: Radwegekonzept für Eggerscheidter Straße

Ratingen Hösel. Im Rahmen der Priorisierung von Straßensanierungen ist zu erwarten, dass ggf. schon in diesem Jahr 2026 eine Deckensanierung für die Eggerscheitdter Straße erfolgt. Haushaltsmittel für den Ausbau des Radweges sind aber erst für das Jahr 2028 vorgesehen. Für das Jahr 2027 ist der Haltestellenausbau auf der Eggerscheidter Straße geplant. In dieser Reihenfolge besteht nunmehr die Gefahr, dass die Maßnahmen in der falschen Reihenfolge umgesetzt werden: Erst die Deckensanierung, dann der Ausbau der Haltestellen, dann Radwegeausbau. Der Höseler Stadtrat Dr. Willm Rolf Meyer hält dese Reihenfolge für nicht plausibel und für den Bürger nicht nachvollziehbar.

„Bereits im Jahr 2019 hat die SPD-Fraktion Planungskosten für die Umgestaltung der Eggerscheidter Straße beantragt. Schon 2011 legte die Verwaltung ein Radwegekonzept vor, das nach damaliger Kostenschätzung mit weniger als 100.000 Euro realisierbar gewesen wäre“, berichtet Meyer. „Die SPD-Fraktion hat sich damals ausdrücklich für den pragmatischen Vorschlag der Verwaltung bedankt.“

Der Vorschlag sieht im Grundsatz die Realisierung von beidseitigen Schutzstreifen mit Abschnittsweisen geringfügigen Umbaumaßnahmen auf der südlichen Fahrbahnseite vor. Es soll also kein kombinierter Rad-/Gehweg entstehen, sondern die Radfahrer werden auf der Fahrbahn rechts und links über gesonderte Schutzstreifen geführt. Die Eggerscheidter Straße verfügt über relativ breite Fußwege, die allerdings an einigen Stellen für die Radwege zurückgebaut werden müssten. Eine Mindestbreite von maximal 1.25 Metern bleibt aber – der Vorlage – entsprechend erhalten.

Hans-Günther Linauer, Sachkundiger Bürger der SPD, selber Dauerradler möchte schlicht und einfach erreichen, dass diese Umbaumaßnahmen mit der Deckensanierung zusammen umgesetzt werden. Aus eigener Erfahrung weiß er, welch Gefahrenstellen insbesondere kurz vor der Autobahn (Dickhaus) lauern.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Christian Wiglow unterstreicht die Bedeutung der Straße für den Radverkehr: „Die Eggerscheidter Straße gehört zu den zentralen Achsen des kreisweiten Radwegenetzes. Wenn sich mit pragmatischen Mitteln im Zuge der Deckensanierung Verbesserungen erreichen lassen, sollte diese Chance genutzt werden.“

Darüber hinaus weist Hans-Günther Linauer auf eine akute Gefahrenstelle an der Bushaltestelle Bergbusch am Hösel Center hin. Der barrierefreie Ausbau der Haltestelle ist nach dem Haltestellenkonzept der Stadt erst in der Ausbaustufe 1.3 vorgesehen und dürfte daher frühestens 2027 erfolgen.

Inzwischen wurden dort jedoch ein Baum sowie Bodendecker entfernt. An der Stelle befindet sich nun ein Versorgungsschacht, dessen Deckel deutlich über das Bodenniveau hinausragt und insbesondere für aussteigende Fahrgäste eine Stolpergefahr darstellt. Während der Bereich zuvor durch Bepflanzung unzugänglich war, können Fahrgäste heute dort aussteigen und geraten unmittelbar in den Gefahrenbereich.

„Hier besteht akuter Handlungsbedarf“, so Linauer. „Wir bitten die Verwaltung, die Gefahrenquelle kurzfristig zu beseitigen.“