SPD will bessere Zuwegung zum Ruhewald Lintorfer Mark

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Ratingen setzt sich für eine Verbesserung der Zufahrt und der Wege zum Ruhewald Lintorfer Mark ein. Mit einem Antrag für den Bezirksausschuss Lintorf-Breitscheid fordert sie die Verwaltung auf, mit den Eigentümern beziehungsweise dem Betreiber des Ruhewaldes Gespräche aufzunehmen und gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen.

Die Zufahrt zum Parkplatz An den Hanten weist erhebliche Schäden und mehrere größere Schlaglöcher auf. Auch die weitere Zuwegung zu den Ruhestätten ist insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sowie für Personen mit Rollatoren teilweise nur schwer zu bewältigen.

„Der Ruhewald ist für viele Menschen ein wichtiger Ort der Erinnerung und des Gedenkens. Wer dort die Ruhestätte eines Angehörigen besuchen möchte, sollte den Weg sicher und möglichst ohne unnötige Hindernisse zurücklegen können“, erklärt Christian Wiglow, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. „Die betroffenen Flächen befinden sich nach unserer Kenntnis nicht im Eigentum der Stadt. Trotzdem sollte die Verwaltung das Anliegen aufgreifen, das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und auf eine Verbesserung der Situation hinwirken.“

Auch Stefan Grebing, SPD-Ratsmitglied für Lintorf und Breitscheid, sieht Handlungsbedarf: „Die Schäden an der Zufahrt sind deutlich sichtbar und lange bekannt. Gleichzeitig geht es nicht nur um Schlaglöcher, sondern auch um die Erreichbarkeit der Ruhestätten für Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind. Wir wollen deshalb keine Zuständigkeitsdebatte führen, sondern erreichen, dass alle Beteiligten miteinander sprechen und nach einer vernünftigen Lösung suchen.“

Den Anstoß für den Antrag gab Anne Korzonnek, sachkundige Bürgerin der SPD und selbst Betroffene. Sie kennt die Situation aus eigener Erfahrung: „Wenn man einen geliebten Menschen im Ruhewald besuchen möchte, sollte der Weg dorthin nicht zusätzlich zur Belastung werden. Es geht nicht darum, aus einem Waldweg eine perfekt asphaltierte Straße zu machen, sondern um eine angemessene und sichere Lösung.“

Dabei soll der besondere Charakter des Ruhewaldes ausdrücklich erhalten bleiben. Die SPD fordert deshalb eine Verbesserung der Wege im Rahmen des notwendigen Naturschutzes.

„Barrierearme Erreichbarkeit und Naturschutz sind kein Widerspruch“, betont Wiglow. „Wir erwarten keine Maximallösung, sondern einen pragmatischen Weg, der den Menschen hilft und gleichzeitig diesem besonderen Ort gerecht wird.“ Die Verwaltung soll dem Bezirksausschuss anschließend über das Ergebnis der Gespräche und mögliche weitere Maßnahmen berichten.