Die SPD-Fraktion Ratingen hatte für den Bezirksausschuss Mitte am 17.06.26 den Tagesordnungspunkt „Umsetzung Tempo 30“ auf ausgewählten Straßen in Ratingen Mitte“ beantragt und die Verwaltung hatte dann auch eine entsprechende Vorlage geliefert.

Damit konnte endlich ein nahezu unendlich erscheinender Beratungsprozess zu einem guten Ende geführt werden, auch wenn die SPD den ganz großen Wurf vermisst.
Seit Mai 2021 lag die Vorlage 45/2021 – Tempo 30 auf ausgewählten Straßen – dem Rat vor, ohne dass eine Entscheidung getroffen wurde. Die Vorlage ist das Ergebnis intensiver Beratungen und eines Werkstattgesprächs, das bereits im Dezember 2019 mit allen Fraktionen stattgefunden hat.
„Unser Ziel ist es, ein einfaches und verständliches System zu schaffen“, so Christian Wiglow, SPD-Fraktionsvorsitzender, „und kein Stückwerk wie bisher. Das schafft bei den Autofahrenden keine Akzeptanz.“ Dabei verwies Christian Wiglow auf die Stadt Hilden, die aus Lärmschutzgründen genau so vorgegangen ist. „Was in Hilden möglich ist, muss auch in Ratingen gehen“, so Christian Wiglow.
Daher, so die SPD-Fraktion, sei es sinnvoll, innerhalb des innerstädtischen Verkehrsringes auf allen Straßen Tempo 30 anzuordnen und ebenso in geschlossen Wohngebieten wie z.B. in Ratingen Ost.
Erreicht wurde nach langer Diskussion dieses mehr oder minder:
Entgegen der Vorschläge der Verwaltung konnte die SPD erreichen, dass auf der gesamten Festerstraße nun Tempo 30 herrschen soll und nicht der besonders gefährliche Bereich bei der Einmündung des Parkplatzes vom Getränkemarkt ausgenommen wird, die es die Verwaltung wollte.
Auch für die Bahnstraße zeichnet sich eine gute Lösung an. Tempo 30 kommt nun – wie schon beschlossen – auf dem Teilstück Brauhaus bis Oberstraße. Für das Teilstück bis zum Wilhelmring wird dieses zumindest geprüft.
„Die Mühleimer Straße bekommt von der Oberstraße bis zum Hauser Ring Tempo 30“, so Christian Wiglow, „wenn das dort geht mit den Bussen, dann muss das auch für die Bahnstraße gelten“.
Die SPD-Fraktion fordert nun ein zügiges Handeln. „Wir haben jetzt seit Ende 2019 darüber gesprochen, jetzt muss nach der Beschlussfassung auch die Umsetzung kommen“, betont Christian Wiglow.

