Tourismus – Förderung für die Region Düsseldorf

Ratingen. 14,4 Millionen Übernachtungen im Regierungsbezirk Düsseldorf (zu dem auch Ratingen gehört) – und das trotz der anhaltenden Herausforderungen in Hotellerie und Gastronomie. Die Zahlen, die der Dachverband Tourismus NRW jüngst im Ausschuss für Umwelt und Regionale Zusammenarbeit des Regionalrats vorgestellt hat, sprechen eine klare Sprache: Der Tourismus ist ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor in der Region – und eine Chance, die es zu nutzen gilt. Die CDU-Fraktion Ratingen begrüßt ausdrücklich, dass die Förderung der heimischen Tourismusbranche auf regionaler Ebene weiter Fahrt aufnimmt.

Die Übernachtungszahlen im Regierungsbezirk sind zwischen 2016 und 2025 um 15 Prozent gestiegen. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Region, die einiges zu bieten hat: Städte mit Geschichte und Industriekultur, Burgen und Schlösser, Gärten, Naturlandschaften und eine gewachsene Infrastruktur für Geschäftsreisende wie für Urlauber. Ratingen ist dabei kein Randthema – als Stadt mit historischer Altstadt, Haus Cromford als Wiege der deutschen Industrialisierung und attraktiven Naherholungsgebieten gehört sie zu den Orten, die von einer starken regionalen Tourismusstrategie unmittelbar profitieren.

Ewald Vielhaus, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion Ratingen sowie der CDU-Fraktion im Regionalrat, sieht in der Entwicklung ein klares Signal: „Tourismus ist kein Luxusthema, sondern ein handfester Wirtschafts- und Beschäftigungsmotor. Gäste aus dem In- und Ausland, die an Rhein und Wupper unterwegs sind, kommen auch nach Ratingen – und das sollten wir weiter aktiv fördern und kommunizieren. Die Förderprogramme, die jetzt auf den Weg gebracht wurden, sind dafür eine gute Grundlage.“

Konkret werden bis 2027 im Regierungsbezirk Düsseldorf 14 Projekte mit insgesamt 16 Millionen Euro aus EU-Tourismusmitteln gefördert. Die Bandbreite reicht von der Modernisierung von Informationszentren, über den Lückenschluss touristischer Rad- und Wanderwege, bis zur Aufwertung von Museen und Kultureinrichtungen.

Auch für Ratingen wird bspw. das Projekt „Wandererlebnis Neandertal STEIG“ gefördert, durch das in verschiedenen kreisangehörigen Städten Etappenportale eingerichtet werden sollen, wodurch es zu einer Aufwertung des touristischen Angebotes kommen wird.

Hinzu kommen Maßnahmen für ein digitales Wege- und Infrastrukturmanagement sowie Echtzeit-Kommunikation zu Wetter- und Ortsbedingungen. Antragsberechtigt waren Kreise, Städte und Gemeinden ebenso wie Vereine, Verbände, Kammern und private Betriebe.

Stefan Heins, Vorsitzender der CDU-Fraktion Ratingen, betont den gesellschaftlichen Mehrwert: „initiativen für den Tourismus stärken nicht nur die lokale Wirtschaft, sie verbessern auch die Lebensqualität für alle, die hier wohnen. Attraktive Wege, gute Gastronomie, gepflegte Sehenswürdigkeiten – das kommt Einheimischen genauso zugute, wie Besucherinnen und Besuchern. Wir unterstützen jeden Schritt, der Ratingen als Destination noch sichtbarer macht.“

Dass diese Sichtweise breite Zustimmung findet, zeigt auch eine aktuelle Erhebung des Deutschen Instituts für Tourismusforschung: 75 Prozent der Befragten stimmten zu, dass Tourismus wichtig für ihre Region sei. Angesichts einer wachsenden Tendenz zum Urlaub in der unmittelbaren Heimat – befördert durch unsichere Weltlage und veränderte Reisegewohnheiten – ist das eine Chance, die Ratingen und die gesamte Region entschlossen nutzen sollten.