Das als gemeinhin als spektakulärstes Triathlonformat bezeichnete „Team Relay“ stand für die Bundesliga-Damen des Triathlon Ratingen 08 (TTR) in Weimar auf dem Rennprogramm. Alle Mannschaftsmitglieder absolvierten in einer Staffel hintereinander einen Supersprint-Triathlon. In der Goethe- und Schiller-Stadt ging dieser über 200 Meter Schwimmen, sechs Kilometer Radfahren und 1500 Meter Laufen. Die TTR-Damen waren am Ende 13. in der 2. Triathlon-Bundesliga Nord mit einer Gesamtzeit von 1:37:26 Stunden. Siegreich war das Dresdner Spitzen Team Mitteldeutschland.

v.l.: Michelle Alferink, Séraphine Ragot, Franziska Holl, Joana Wolff.
„Der Kultstätten Triathlon in Weimar ist für das Team jedes Jahr ein Wettkampf, auf den man sich besonders freut“, hob Teamleiterin Joana Wolff das Positive der Reise gen Sachsen hervor. „Die Atmosphäre entlang der Strecke ist einzigartig und sorgt für echte Bundesliga-Stimmung. Durch die kurzen Distanzen und die kompakten Wege können Zuschauerinnen und Zuschauer die Athletinnen an vielen verschiedenen Stellen anfeuern und unterstützen.“
Diese Unterstützung war auch erforderlich ob des Rennverlaufs. Aufgestellt hatten die Bundesliga-Verantwortlichen das Quartett Séraphine Ragot, Joana Wolff, Michelle Alferink und Franziska Holl. In dieser Reihenfolge galt es, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Starterin Ragot war ob ihrer Schwimmstärke auf Position eins gesetzt worden. Das Tempo der Konkurrenz auf dem Rad konnte die 18-Jährige indes nicht halten und verlor somit den Anschluss an die Gruppe. Den symbolischen Staffelstab übergab sie nach 24:45 Minuten am Ende des Feldes an Teamleiterin Wolff. Die Kapitänin benötigte für ihren Sprintauftritt 24:22 Minuten, ihr folgte Michelle Alferink, die nach 24:24 Minuten Schlussstarterin Franziska Holl abklatschte. Mit der Ratinger Tagesbestzeit von 23:54 Minuten schaffte Holl es, noch die Damen aus Oldenburg zu überholen. Dieser weitere Punkt könnte noch weitreichende Bedeutung erhalten.
Kampf um den Klassenerhalt bleibt aussichtsreich und realistisch
„Dieses extrem kurze, aber gleichzeitig sehr intensive und anspruchsvolle Team-Relay-Format verlangte den Athletinnen alles ab“, resümierte Wolff den Weimarer Tag. „Die Temperaturen machten den Tag natürlich besonders schwer.“ Rang 13 ist kein wirklicher Befreiungsschlag, aber das Team hält zusammen, eine kämpft für die andere und der Glaube an den Klassenerhalt ist auch vorhanden. „Wir würden gerne wieder nach Weimar reisen“, so Wolff. „Dieser Event ist ein echtes Highlight im Rennkalender.“
Der Kampf in der unteren Tabellenregion bleibt auch aussichtsreich. Die ersten zwei Saisonrennen waren ganz spezielle: der Doppel-Supersprint von Itzehoe und nun der Staffel-Bewerb in Weimar. Das nächste Rennen ist in Nordrhein-Westfalen. In Verl wird am 12. Juli ein ganz „normaler“ Triathlon gestartet. Dies gilt auch für die Wettkämpfe in Grimma und Hannover. „Bei unseren Auftritten lief nicht alles glatt, aber wir halten zusammen und gehen die Herausforderung Bundesliga mit geschlossenen Mannschaftsleistungen und tollem Teamspirit an.“ Mit 15 Punkten zieren die TTR-Damen das Tabellenende, die Mannschaften aus Oldenburg (17 Punkte), Düsseldorf (18 Punkte) und Münster (20 Punkte) sind aber noch in Reichweite.
Weitere Informationen zum Triathlon Team Ratingen und zur Bundesliga-Mannschaft finden sich unter ttr08.de.

