Über Photovoltaik informieren

KREIS METTMANN. Wer sich über Photovoltaik und möglicherweise auslaufende Fördermöglichkeiten informieren möchte, sollte sich Samstag, 18. April, vormerken: An diesem Tag informieren die BürgerSolarBeratungen im Kreis Mettmann an verschiedenen Standorten über ihre Arbeit – teils in ungewöhnlichen Formaten. „Jede Ortsgruppe hat ein individuelles Angebot parat, das sich in vielen Fällen zeitlich und örtlich an den jeweils stattfindenden Wochenmärkten orientiert“, erklärt der Leiter der Stabsstelle Klimaschutz beim Kreis Mettmann, Dr. Sebastian Kock. „Teilweise wird jedoch auch zum Solarspaziergang oder gar zum Essen von ,Solarwaffeln‘ an unterschiedlichen Stellen der Stadt eingeladen.“

Das genaue Programm und weitere Informationen rund um den Solartag im Kreis Mettmann finden Interessierte auf der Internetseite des Kreises Mettmann unter www.kreis-mettmann.de/bürgersolarberatung. Dr. Stephan Kopp, technischer Dezernent des Kreises Mettmann, zeigt sich beeindruckt: „Die Beraterinnen und Berater leisten in ihrer Freizeit einen wertvollen und kompetenten Beitrag für eine erfolgreiche Energiewende. Die hohe Resonanz aus der Bürgerschaft spricht da fast schon für sich.“

Hintergrund: Die verschiedenen Ortsgruppen der BürgerSolarBeratungen im Kreis Mettmann haben bereits weit mehr als 1000 Privatleute hinsichtlich der Realisierung einer Photovoltaik-Anlage beraten. Eine beeindruckende Zahl – und die Motivation der ehrenamtlich sowie unabhängig agierenden Expertinnen und Experten ist ungebrochen. Besonders seitdem die Pläne aus dem Bundeswirtschaftsministerium zu möglichen Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der damit verbundenen Streichung der Einspeisevergütung für neue, kleinere Photovoltaik-Anlagen (PV). Bislang erhalten Betreiber für 20 Jahre eine garantierte Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde Strom. Nach den Plänen des Ministeriums könnte diese Förderung für Neuanlagen ab 2027 entfallen. Strom aus kleinen Dachanlagen müsste dann stärker direkt vermarktet oder am Marktpreis orientiert verkauft werden. Dafür sind technische Voraussetzungen wie intelligente Messsysteme (Smart Meter) sowie fernsteuerbare Anlagen erforderlich, die zusätzliche Kosten erzeugen und den Stromvergütungsprozess komplizierter machen.

Was ist die BürgerSolarBeratung?

Die BürgerSolarBeratung besteht aus engagierten, geschulten Personen, die Ratsuchende kostenfrei und unabhängig bei der Planung einer PV-Anlage unterstützen. Die Mitglieder jeder Ortsgruppe wurden zuvor vom Verein MetropolSolar e.V. in mehreren Workshops geschult, in denen unter anderem spezielle Berechnungs- und Prognosetools vermittelt werden. Neue Beraterinnen und Berater starten mit einer Tandemphase, in der sie von erfahrenen Mitgliedern begleitet werden – so wird die hohe Qualität der Beratung sichergestellt.