Ratingen. Unter dem Motto „Give to Gain“ begeht die Stadt Ratingen den Weltfrauentag am 8. März mit einem vielfältigen Programm, das Frauenperspektiven sichtbar macht, gesellschaftliche Verantwortung stärkt und zum Austausch einlädt. Die Veranstaltungen rund um den Welttag verbinden Kultur, Geschichte, Engagement und aktuelle frauenpolitische Themen und richten sich an alle Bürgerinnen und Bürger.
Bereits ab Sonntag, 1. März, beginnt der Aktionszeitraum mit kulturellen und öffentlichen Formaten. In der Stadthalle Ratingen eröffnet Barbara Ruscher mit ihrem Kabarett „Romantik – aber zack, zack!“ das Programm und beleuchtet humorvoll Rollenbilder, Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen. Ebenfalls am 1. März setzt der Tanz-Flashmob „Rise for Empathy“ vor der Stadthalle ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sowie für Frauenrechte, Empathie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne tänzerische Vorkenntnisse möglich.
Am Samstag, 7. März, um 17 Uhr, bildet das Konzert „Starke Stimmen zum Frauentag“ im Oberschlesischen Landesmuseum einen musikalischen Höhepunkt. Die Sängerin Margaux Kier verbindet Chanson, Jazz und persönliche Texte zu einem eindrucksvollen Abend, der weibliche Stimmen und Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt.
Der Weltfrauentag selbst am Sonntag, 8. März, widmet sich der Vielfalt weiblicher Lebensrealitäten. Am Vormittag wird um 11 Uhr im Kino Ratingen der Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ gezeigt, der eindrucksvoll verdeutlicht, welche gesellschaftliche Kraft entsteht, wenn Frauen gemeinsam handeln.
Am Nachmittag lädt der historische Stadtspaziergang „Ratinger Frauen zwischen Markt und Mauern – ein Stadtspaziergang zu Frauenleben und Stadtgeschichte“ zu einem neuen Blick auf die Stadt ein. Der Rundgang macht Frauenbiografien sichtbar, die Ratingens Geschichte geprägt haben, aber häufig wenig bekannt sind. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Marktbrunnen.
Parallel dazu bietet das LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford von 14 bis 15.30 Uhr die thematische Führung „Frauenleben in Cromford“ an. Im Fokus stehen die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Frühindustrialisierung und ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Den Schlusspunkt setzt um 18 Uhr das Improvisationstheater „Mice Girls“, das weibliche Perspektiven spontan, pointiert und interaktiv auf die Bühne der Stadthalle Ratingen bringt.

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Nadine Mauch freut sich auf die kommenden Aktionstage und hofft auf rege Teilnahme. Aktuell beteiligt sie sich zudem an einer kreisweiten Plakat- und Social-Media-Aktion gegen häusliche Gewalt, die das internationale SOS-Handzeichen bekannt machen soll. Beim SOS-Handzeichen zeigt man die offene Handfläche, legt den Daumen in die Mitte der Handfläche und klappt anschließend die vier Finger darüber. Nadine Mauch appelliert: „Hinschauen. Aufstehen. Nein zu Gewalt. Weil Respekt, Mut und Zusammenhalt stärker sind als jede Form von Gewalt.“
Die Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag im Überblick:
Sonntag, 1. März, 17.30 Uhr: Tanz-Flashmob „Rise for Empathy“, vor der Stadthalle
anschließend um 18 Uhr: Kabarett „Romantik – aber zack, zack!“ – Barbara Ruscher, Stadthalle
Samstag, 7. März, 17 Uhr: Konzert „Starke Stimmen zum Frauentag“ – Margaux Kier, Oberschlesisches Landesmuseum
Sonntag, 8. März, 11 Uhr: Filmvorführung „Ein Tag ohne Frauen“, Kino Ratingen
14 Uhr: Stadtspaziergang „Ratinger Frauen zwischen Markt und Mauern“, Treffpunkt: Marktbrunnen
14 bis 15.30 Uhr: Führung „Frauenleben in Cromford“, LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford
18 Uhr: Improvisationstheater „Mice Girls“, Stadthalle
