Ratingen. Zigarettenkippen auf Gehwegen, Plätzen, in Grünanlagen oder an Bushaltestellen sind auch in Ratingen ein alltägliches Bild. Die Bürger-Union Ratingen möchte das Problem des sogenannten Litterings stärker in den Fokus rücken und hat deshalb einen entsprechenden Prüfauftrag eingebracht.
„Eine weggeworfene Zigarettenkippe mag zunächst nach einer Kleinigkeit aussehen. Wenn sie aber überall im Stadtgebiet zu finden ist, wird daraus ein ernsthaftes Sauberkeits- und Umweltproblem“, erklärt Rainer Vogt, Fraktionsvorsitzender der Bürger-Union Ratingen.
Der Prüfauftrag sieht ein Bündel verschiedener Maßnahmen vor. Dazu gehören insbesondere eine gezielte Aufklärungskampagne, die Ermittlung von Bereichen mit besonders vielen Zigarettenkippen, zusätzliche Entsorgungsmöglichkeiten sowie der mögliche Einsatz bzw. die Ausgabe von Taschenaschenbechern.
Auch zeitlich und örtlich begrenzte Schwerpunktkontrollen sollen geprüft werden. „Wir wollen nicht ausschließlich auf Verbote und Bußgelder setzen“, betont Vogt. „Entscheidend ist eine Kombination aus Aufklärung, guten Entsorgungsmöglichkeiten und konsequentem Handeln an den bekannten Problemstellen.“
Eine wichtige Rolle soll dabei auch die Zusammenarbeit mit Handel und Gastronomie spielen. Gerade vor Geschäften, Cafés und Gaststätten entstehen häufig Bereiche, in denen Zigaretten geraucht und anschließend achtlos weggeworfen werden.
„Wir sollten zunächst genau feststellen, wo die sogenannten Hotspots liegen und dann dort gezielt ansetzen“, sagt Angela Diehl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bürger-Union. „Wenn Verwaltung, Handel, Gastronomie und Bürgerschaft gemeinsam daran arbeiten, können wir mit relativ einfachen Maßnahmen viel erreichen.“
Nach Auffassung der Bürger-Union geht es dabei nicht nur um ein schöneres Stadtbild. Zigarettenkippen enthalten Schadstoffe und können über Regenwasser in die Umwelt gelangen. Gleichzeitig bestehen viele Zigarettenfilter aus Kunststoff.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen weniger Zigarettenkippen auf Ratingens Straßen, Plätzen und in unseren Grünanlagen“, so Rainer Vogt. „Dafür müssen wir die Menschen sensibilisieren, ihnen die richtige Entsorgung erleichtern und dort kontrollieren, wo das Problem besonders groß ist.“
Die Bürger-Union erwartet nun, dass die Verwaltung die vorgeschlagenen Maßnahmen prüft und daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten für Ratingen entwickelt.

