Corona bringt den angesprungenen Konjunktur-Motor erneut ins Stocken

„Nach dem historischen Einbruch im Frühjahr hat sich die Wirtschaft im Neanderland über den Sommer schnell aus der Talsohle herausarbeiten können. Nun aber droht der angesprungene Konjunktur-Motor durch die rasant steigenden Infektionszahlen und verschärften Kontaktregeln kaum weiter auf Touren zu kommen. Bis die volle Drehzahl erreicht wird, dürfte noch einige Zeit vergehen“, beschreibt Gerd Helmut Diestler, Konjunkturexperte der IHK Düsseldorf, die aktuelle wirtschaftliche Situation im Kreis Mettmann.

Vor der Wirtschaft liege ein harter Winter. Für einige Branchen werde es ein langer und mühsamer Weg, bis sich ihre Geschäftstätigkeiten wieder normalisieren würden. Dennoch gehe die Wirtschaft insgesamt von einer weiteren, allmählichen konjunkturellen Erholung aus – sofern es nicht erneut zu flächendeckenden Lockdowns komme. Die Rückkehr auf Vorkrisenniveau werde nicht vor dem Jahr 2022 erwartet. So lautet das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für den Kreis Mettmann, an der sich von Mitte September bis Anfang Oktober knapp 220 Betriebe mit zusammen rund 18.500 Beschäftigten beteiligt haben.

Da die Wirtschaftskrise 2020 ausschließlich durch die Corona-Pandemie ausgelöst worden sei, habe die Wirtschaft nach den Lockerungen im Sommer schnell wieder Tritt fassen können. „Allerdings ist nicht daran zu denken, auf absehbare Zeit wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen zu können“, gibt Diestler zu bedenken. So berichtet aktuell zwar nur noch jeder dritte Betrieb von einer schlechten Geschäftslage (Mitte Juni: jeder Zweite). Und für jeden vierten Betrieb laufen die Geschäfte zu Herbstbeginn wieder gut (Mitte Juni: jeder Sechste). Der Geschäftslageindex, also die Differenz der „Gut“- und „Schlecht“-Meldungen, hat sich damit verbessert. Er verharrt aber mit minus acht Punkten im negativen Bereich (Mitte Juni: -30 Punkte). Für das kommende Jahr setzt nur eine kleine Mehrheit der Unternehmen auf eine Verbesserung ihrer Geschäftslage. Sie übertrifft damit die Pessimisten um saldiert immerhin 16 Prozentpunkte (Mitte Juni: -27 Punkte).
Im Krisenmodus befinden sich in der Industrie vor allem die Vorleistungsgüterproduzenten, zu denen die im Kreis Mettmann stark vertretene Schloss- und Beschlagindustrie sowie die Automobil-Zulieferer zählen. Bei drei Viertel der Betriebe sind die Auftragseingänge gesunken, bei kaum einem gestiegen. Entsprechend sind in dieser Branche die Maschinen und Ausrüstungen derzeit mit unter 70 Prozent immer noch zu gering ausgelastet. Auch in den übrigen Industriebranchen sieht es mit jeweils rund 73 Prozent nur wenig besser aus.

Im Dienstleistungsbereich haben vor allem die Branchen anhaltende Probleme, deren Geschäftsmodell auf Kunden- und Sozialkontakte fußt, also Gastronomie, Touristik, Freizeit- und Unterhaltungsbranche, aber auch der Personenverkehr und Teile der Logistik. Hier sei weder kurz- noch mittelfristig mit einer konjunkturellen Erholung zu rechnen.

Im Gegensatz zu diesen konnte der ebenfalls auf Kundenkontakt angewiesene Handel Boden wieder gut machen. Insgesamt ist der Einzelhandel im Neanderland aktuell sogar zufrieden. „Viele Kunden kaufen während der Corona-Pandemie verstärkt vor Ort ein und verzichten auf die ein oder andere Shopping-Tour in die umliegenden Oberzentren. Der Lebensmittelhandel erfreut sich sogar einer höheren Nachfrage, denn viele Haushalte haben ihre Restaurantbesuche eingeschränkt und konsumieren lieber zu Hause“, erklärt Diestler.

„Nicht zu vergessen ist, dass es neben Corona weitere Herausforderungen zu meistern gilt. Der weltweit zunehmende Protektionismus, der vermutlich harte Brexit und die weitere Entwicklung der USA nach den Präsidentschaftswahlen machen den international engagierten Unternehmen darüber hinaus das Leben schwer. Auch sehen wir den Konsum und die Baunachfrage aufgrund unsicherer Einkommensperspektiven gefährdet“. Daher habe die Wirtschaft für das kommende Jahr ihre Investitions- und Beschäftigungsabsichten noch etwas weiter zurückgenommen.

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