Ratingen. Häusliche Gewalt geschieht häufig dort, wo Menschen eigentlich Sicherheit und Geborgenheit erwarten: im eigenen Zuhause. Mit der Vorführung des Dokumentarfilms „Fassaden“ möchte die Gleichstellungsstelle der Stadt Ratingen auf das oft unsichtbare Leid Betroffener aufmerksam machen und dazu ermutigen, hinzuschauen statt wegzusehen.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 24. November, von 11 bis 14 Uhr im Studio Kino an der Lintorfer Straße 1 statt. Der Film beleuchtet die Dynamiken gewaltvoller Beziehungen, die Erfahrungen betroffener Frauen und gesellschaftliche Strukturen, die es erschweren können, sich aus Gewaltbeziehungen zu lösen.
„Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Sie ist eine Menschenrechtsverletzung und darf nicht hinter verschlossenen Türen verschwiegen werden. Wir müssen hinsehen, Betroffene ernst nehmen und gemeinsam dafür sorgen, dass Frauen und Kinder Schutz und Unterstützung erhalten. Gewalt geht uns alle an“, betont Nadine Mauch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ratingen.
Die Filmvorführung ist Teil des Engagements rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November statt, bekannt auch als „Orange Day“. Der Aktionstag macht weltweit auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam und verdeutlicht, dass Gewaltschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.
Mit der Veranstaltung möchte die Gleichstellungsstelle sensibilisieren, Solidarität mit Betroffenen zeigen und zum Handeln ermutigen. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bitte bis zum 18. November per E-Mail an: Nataliya.Karnop@ratingen.de. Die Plätze sind begrenzt. Für die Teilnehmenden stehen am Kino-Tag Getränke und Brezeln bereit.

