Holz-Kita in Eggerscheidt wächst

Ratingen. Die Kinder der Kita Zum Schluchtor in Eggerscheidt erleben aktuell eine spannende Zeit, denn sie können den Fortschritt des Erweiterungsbaus hautnah mitverfolgen. Besonders groß wurden ihre Augen, als zuletzt innerhalb von nicht einmal zwei Wochen der komplette Rohbau in Holz aufgebaut wurde. „Die Kinder haben sich am Bauzaun die Nase platt gedrückt, um nichts zu verpassen“, erzählt Architekt Thies Kreitz, als er den Beigeordneten Martin Gentzsch und den städtischen Projektleiter Tobias Adelt im Rahmen einer Baustellenbesichtigung über den Stand der Dinge informierte.

Mit dem Anbau wird sich die Kapazität der Kita Zum Schluchtor verdoppeln und es werden dort künftig 60 Kinder (46 Ü3, 14 U3) einen Platz finden. Ende des Jahres sollte es soweit sein, so die Planung. Das Besondere an diesem Projekt: Die Stadt baut erstmals einen dauerhaften Kita-Neubau in Holzbauweise. Während auf der Baustelle seit Februar die Vorarbeiten liefen, wurden die Holzelemente nach Maß vorgefertigt und dann vor Ort innerhalb weniger Tage als Modulbau zusammengesetzt. Jetzt wird der Bau „dicht“ gemacht, es werden Fenster und Metallfassaden eingebaut und Dachdeckerarbeiten durchgeführt. Wenn alles planmäßig läuft, kann schon bald Richtfest gefeiert werden.

Beigeordneter Martin Gentzsch zeigte sich vor Ort beeindruckt. „Der Holz-Rohbau hat eine hohe architektonische Qualität. Für uns ist das ein wichtiges Pilotprojekt, um Erfahrungen mit nachhaltigen Baumaterialien zu sammeln.“ Der städtische Projektleiter Tobias Adelt, der bei der Umsetzung vom neuen Abteilungsleiter Thomas Schröder begleitet und von seinen Kollegen Britta Immand und Gerd Birkhoff unterstützt wird, ergänzt: „Die Zukunft des Bauens liegt im Modulbau. Das geht nicht nur viel schneller, es ist auch weniger fehlerlastig, da die Bauteile industriell vorgefertigt werden.“

Zur Errichtung des Anbaus sowie den Umbau des Bestandsgebäudes der Kita Zum Schluchtor hat der Rat der Stadt die erforderlichen Mittel in Höhe von 2,35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig stellt die Stadt beim Land einen Förderantrag für bis zu 800.000 Euro.

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