Ratingen. Angebote der queeren Jugendarbeit – Orte des Kontaktes für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und nicht-binäre Jugendliche und junge Erwachsene in Ratingen – waren eine der zentralsten Forderungen des ersten Ratinger CSDs in 2025. Das Engagement zeigt Wirkung: Unterstützt durch die Stadtverwaltung stellte der Rat der Stadt mit großerer Mehrheit finanzielle Mittel zur Entwicklung entsprechender Angebote zur Verfügung. Der Erfolg konnte beim CSD 2026 verkündet werden!
Organisiert wird die Maßnahme durch den SVLS e.V., der mit den together Jugendprojekten queere Jugendarbeit bisher an drei Standorten im Ruhrgebiet und 4 Standorten am Niederrhein aufbaute und organisiert. Wichtig sind dem communitybasiertem Verein hierbei vor allem drei Aspekte: Zielgruppenschärfe, Beteiligung und örtliche Einbindung. So wird es nicht nur Angebote für „alle“ queeren Jugendlichen geben, sondern mindestens monatlich auch spezifische Treffs für junge Lesben / Bisexuelle, junge Schwule / Bisexuelle sowie junge TIN* (Trans* – Inter* – Nicht-Binär), um der Unterschiedlichkeit der Gruppen gerecht zu werden. „Statt nur für junge Menschen, arbeiten wir grundsätzlich mit jungen Menschen“, unterstreicht Vorsitzende Zero Liß die Bedeutung von Beteiligung und Mitgestaltung der jungen Menschen selbst. Zur Mitgestaltung sind ohnehin alle interessierten Menschen und Organisationen aus Ratingen eingeladen.
„Als Verein bringen wir viel Erfahrung bei der Gestaltung queerer Jugendarbeit mit und stellen diese gerne zur Verfügung. Damit die queere Jugendarbeit in Ratingen aber erfolgreich wird, muss es zu Ratingen passen. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung läuft bisher außergewöhnlich gut. Nötig ist aber auch die enge Einbindung der Ratinger Bevölkerung und lokalen Organisationen.“ so Torsten Schrodt, Geschäftsführer des SVLS e.V.. Über einen Projektbeirat sollen alle Interessierten zur Mitgestaltung eingeladen werden.
Richtig los geht es, sobald eine Projektleitung gefunden ist. Die Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden ist für pädagogische Fachkräfte (Erzieher*in / (Sozial-)Pädagog*in) ausgeschrieben und wird gerade auch zur kollegialen Unterstützung in das bisher 20-köpfige Fachteam der together Jugendprojekte eingebunden. Zwei Kolleg*innen sollen dann auch vor Ort für die zielgruppenspezifischen Angebote in Ratingen zum Einsatz kommen.
„Wir freuen uns auf die tolle Möglichkeit und hoffen, dass es sehr bald richtig losgeht. Alle die Mitgestalten möchten, können sich jetzt schon jetzt bei uns melden“, so Zero Liß.

