Ratinger GRÜNE: Widerstand beim Ausbau der A3

Am letzten Donnerstag, den 27. Mai, hat wieder ein Grüner Donnerstag, der Stammtisch der Grünen in Ratingen, stattgefunden. Zu Gast waren dieses mal Andreas Lammert, Mitglied der BUND-Ortsgruppe Ratingen und Mitorganisator der Initiative www.3reicht.de sowie Dieter Donner von der BUND-Kreigruppe Mettmann. Thema war der im aktuellen Bundesverkehrswegeplan beschlossene Ausbau der Autobahn A3 zwischen den Autobahnkreuzen Hilden und Breitscheid von jetzt sechs auf zukünftig acht Fahrspuren.

Archivbild

„Der Ausbau auf acht Fahrspuren und zusätzlichen zwei Seitenstreifen ist mit erheblichen Eingriffen in den Freiraum verbunden und würde einen ca. 40m breiten Geländestreifen zusätzlich in Anspruch nehmen“, so stellt Dieter Donner die Folgen für die Umwelt und die Menschen im Kreis Mettmann durch den derzeit noch geplanten Ausbau des Teilstückes der Autobahn A3 dar. Dabei verläuft die A3 im betroffenen Teilstück an vielen Stellen durch Wasserschutzgebiete, Wälder und auf Höhe Erkrath direkt an der Deponie vorbei. Ein gigantischer Flächenfraß, der den ohnehin schon hohen Anteil an versiegelter Fläche im Kreis Mettmann noch weiter erhöhen würde. Gleiches gilt dabei für den massiven Ausbau des Rastplatzes Hösel zu einem LKW-Rasthof, was insbesondere für Hösel zusätzliche Lärmbelastungen bedeuten würde. Insgesamt werden riesige Grün- und Wasserflächen sowie private Areale in Anspruch genommen werden.

Die massiven Eingriffe in die Landschaft durch den Ausbau der Autobahn sind mit zusätzlichen Belastungen verbunden. Zwischen Hilden und dem Kreuz Breitscheid müssen zahlreiche Querungsbrücken ebenfalls abgerissen und mit größerer Spannweite neu gebaut werden müssten. Am Kreuz Breitscheid wäre auf dem Stadtgebiet von Ratingen ein Eingriff in die dort vorhandene Giftmülldeponie vermutlich unvermeidbar, was zusätzliche Gefahren für Mensch und Umwelt bedeuten würde. Bereits jetzt gibt es dort Probleme mit der Belastung des Grundwassers. Hinzu käme ein kompletter Neubau der Angertalbrücke und der Schwarzbachtalbrücke. Da diese neben den bestehenden Brücken gebaut würden, bedeutet dies eine neue Streckenführung der A3. Doch damit nicht genug: Auch sämtliche Zufahrten und Abfahrten sowie die beiden Autobahnkreuze Hilden und Breitscheid müssen der Verbreiterung angepasst und ausgebaut werden. Einzig die neue Brücke der A44 über die A3 erfüllt bereits die Ansprüche eines Ausbaues. Dennoch stellt der Ausbau einen gigantischen Bauaufwand dar, der sich über viele Jahre hinziehen würde.

Ob damit die erhoffte Entspannung des Verkehrsflusses einhergehen wird, ist dabei völlig ungewiss, so Dieter Donner vom BUND-Mettmann. Schon jetzt ist klar, dass zum Schutz des Klimas neue Verkehrskonzepte für die Zukunft erforderlich sind. So ist bereits heute abzusehen, dass der Ausbau der A3 ein klimaschädliches und damit rückwärtsgewandtes Vorhaben ist, das einer zukunftsorientierten Verkehrspolitik bereits jetzt widerspricht.

Das wohl schwerwiegendste Argument aber ist die Dauer einer solchen Baustelle. Für den Ausbau sowie den Neubau der Brücken und Anschlussstücke werden viele Jahre, wahrscheinlich mehr als ein Jahrzehnt, ins Land gehen. Jahre, in denen der Verkehr aufgrund der baustellenbedingten Einschränkungen noch zäher laufen wird als jetzt. Das Teilstück südlich des Hildener Kreuzes dient hier als bestes Beispiel. „Ich will mir gar nicht die jahrelangen Ausweichverkehre durch das Stadtgebiet von Ratingen vorstellen, wenn die Baustellen auf der A3 einen Dauerstau verursachen,“ ergänzt Michael Schäfer, Sprecher des GRÜNEN-Ortsverbandes in Ratingen.

Laut Gesetz sollte der Bundesverkehrswegeplan mit seinen Einzelmaßnahmen, zu denen auch der geplante Ausbau der A3 zwischen Hilden und Breitscheid gehört, überprüft werden. Bisher hat die jetzige Bundesregierung nichts in diese Richtung unternommen.

Dabei liegt durchaus ein kluges Alternativkonzept auf dem Tisch, das selbst die für Planung und Durchführung des Ausbaues zuständige Straßen-NRW nicht gänzlich von der Hand weist: Statt die Autobahn mit erheblichem Flächenverbrauch zu erweitern, schaltet ein intelligentes, digitales System je nach Bedarf bei gleichzeitiger Geschwindigkeitsregelung die Nutzung des Seitenstreifens frei. Das Stück der A57 vor Köln macht es bereits erfolgreich vor. Gleiches wäre auch auf dem Teilstück der A3 möglich, das direkt an Hösel und Breitscheid vorbeiführt.

Denn gerade für diese attraktiven Wohnbereiche bedeuten die Baustellen und ein Ausbau eine erhebliche Lärmbelastung. Zwar sieht der Ausbauplan auch den Bau einer Lärmschutzwand vor, doch solch eine Lärmschutzwand wurde bereits beim Ausbau von damals 2 auf die jetzigen 3 Spuren versprochen. Wer zum Beispiel am südlichen Rand von Hösel wohnt, weiß, wie es sich dort jetzt anhört. „Statt Ausbau der Autobahn benötigen die vom Autobahnlärm betroffenen Stadteile Hösel und Eggerscheidt einen Ausbau des Lärmschutzes,“ fordern die GRÜNEN in Ratingen von einer zukünftigen neuen Bundesregierung.

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