Schilda in Ratingen

Das dachte Christian Otto, der grüne Fraktionsvorsitzende, als er vor einigen Tagen ein neues, offenbar provisorisch aufgestelltes Verkehrsschild auf dem Fußweg zwischen Weizsäckergymnasium und der Kreuzung Europaring/Bechemerstraße/Industriestraße sah. Das gelbe Schild zeigt das Ende der Nutzungserlaubnis für Radfahrende an.

„Ich kann nicht glauben, dass Radfahrende ausgerechnet kurz vor der Kreuzung auf die Fahrbahn wechseln sollen, insbesondere, weil diese dort verschwenkt und sich in zwei Spuren aufteilt.“
Radfahrende Schüler*innen seien dort nach Schulschluss unterwegs, wenn sie denn die veränderte Verkehrsführung tatsächlich befolgten, entstünde sowohl eine unnötige Gefährdung als auch ein Unterbrechung des Verkehrsflusses.

„ Wenn man die verkehrliche Situation dort kennt, so weiß man, dass Autofahrer kurz vor der Ampel gerne beschleunigen um noch bei Grün oder sogar schon Gelb die Kreuzung zu passieren, von regelmäßigen Rotsündern ganz zu schweigen, da liegt der Fokus leider nicht unbedingt auf einfahrenden Radler*innen “ fährt Otto fort.

Besonders stutzig wurde der grüne Verkehrspolitiker, als er entdeckte, dass in der Gegenrichtung die Benutzung für Radfahrende weiterhin zulässig bleibt.

„Bedeutet das, morgens auf dem Weg zur Schule ist der Weg zur Nutzung freigegeben, auf dem Weg nach Hause muss mit dem Rad für 10m auf die Strasse gewechselt werden oder man soll schieben, an der Ampel ist die Querung auf dem Rad zusammen mit Fußgänger*innen dann wieder erlaubt?“

Dies macht wenig Sinn findet der Grüne, der den Weg mit dem Fahrrad seit 15 Jahren fast täglich selbst befährt. Otto hat diesbezüglich bei der Stadtverwaltung bereits nachgefragt und gibt zu bedenken:
„ Ich bin morgens und mittags in der Gegenrichtung zu den radelnden Schüler*innen unterwegs und trotz der gemeinsamen Nutzung in beiden Richtungen zusammen mit Fußgänger*innen kommt es nicht zu gefährlichen Situationen, weil aufeinander Rücksicht genommen wird. Dies ist eigentlich auch ein hervorragendes Beispiel, wie ein „geteilter Raum“ funktioniert, also eine gemeinsame Nutzung des Straßenraums durch verschiedene Verkehrsteilnehmer*innen.“

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